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Hannover Zollfahnder stellen acht Lkw-Ladungen Schnaps sicher
Nachrichten Hannover Zollfahnder stellen acht Lkw-Ladungen Schnaps sicher
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08:02 15.06.2018
Die Zollfahnder stellten umgerechnet acht Lkw-Ladungen unversteuerten Alkohol sicher - überwiegend Wodka. Quelle: Zollfahndungsamt Hannover
Hannover/Bielefeld

Zollfahnder und Staatsanwaltschaft haben eine international agierende Gruppe von Alkoholschmugglern ausgehoben. Wie das Zollfahndungsamt Hannover jetzt mitteilt, wurden bereits am Dienstag mehrere Lager, Büros und Privaträume durchsucht. Die Razzia fand im Raum Bielefeld statt, das Zollfahndungsamt Hannover war als übergeordnete Behörde für die Razzia zuständig. „Bei den Verdächtigen handelt es sich um Deutsche im Alter zwischen 32 und 54 Jahren“, sagt Sprecher Jörg Meier. Sie haben italienische, kirgisische, polnische und marokkanische Wurzeln. Insgesamt wurden sechs Personen festgenommen.

125.625 Liter Alkoholika sicher gestellt

Der Bande wird laut Meier „bandenmäßige Steuerhinterziehung beziehungsweise die gewerbsmäßige Steuerhehlerei und Geldwäsche durch den umfangreichen Handel mit unverzolltem und unversteuertem Alkohol“ zur Last gelegt. Die Gruppe soll die legal zur Verfügung stehenden Mittel genutzt haben, um im großen Stil alkoholische Getränke vertrieben zu haben. In den Bielefelder Lagerhallen konnten 239 Paletten mit 172.493 Flaschen (125.625 Liter) Wodka, Grappa, Sambuca und Limoncello sichergestellt werden. „Das entspricht acht Lkw-Ladungen“, sagt Steuerfahnder Meier. Der Steuerschaden beträgt 566 000 Euro, die Ermittlungen gegen die Bande laufen seit 2016. In die Razzia waren 170 Ermittler der Staatsanwaltschaft Bielefeld sowie der Zollfahndungsämter Hannover, Frankfurt und Essen involviert. Auch ein Bargeldspürhund war im Einsatz.

Neben dem Alkohol stellten die Beamten zum Zweck der Vermögensabschöpfung in den zehn durchsuchten Privatwohnungen insgesamt 527.000 Euro sicher, darüber hinaus einen Porsche Cayenne, einen Jetski und hochwertige Gegenstände wie beispielsweise teure Uhren. Gleichzeitig belegten die Ermittler drei Immobilien der alleinigen beschuldigten geschäftsführenden Gesellschafterin mit Sicherheitshypotheken und pfändeten zahlreiche Konten.

Von Peer Hellerling

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