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19:17 29.03.2019
Der Solist Tillmann Höfs spielt den Schülern etwas auf dem Horn vor. Quelle: Max Brasch
Göttingen

Der Solist Tillmann Höfs hat das Göttinger Max Planck Gymnasium für das Projekt „Rhapsody in School“ besucht. Höfs stellte sein Musikinstrument, das Waldhorn, vor und die Kinder durften Fragen stellen. Das Projekt dient dazu, junge Menschen für klassische Musik zu begeistern, in dem junge Künstler ihre Leidenschaft präsentieren können. Höfs spielt für das Göttinger Symphonie Orchester.

Um den Schülern einen Eindruck seines Instruments zu geben, spielte Höfs ihnen zur Einleitung ein kleines Stück auf dem Horn. Danach stellten die Schüler interessiert Fragen. Neben seinem Werdegang interessierte viele der Jugendlichen das Instrument als solches. Eine Frage war, warum Höfs seine Hand beim Spielen in den Schallbecher halte. Das habe zwei Gründe, erklärte Höfs: „Das etwa eineinhalb Kilogramm schwere Horn lässt sich so einfacher halten, außerdem kann man so die Tonhöhe variieren.“ Des Weiteren erzählte Höfs etwas zur Geschichte des Horns und zu seinen internationalen Auftritten.

„Wir haben bereits zum zweiten Mal einen Solisten zu Gast“, sagte Musiklehrer Klaus Martin Fischer. „Das kam sehr gut bei den Kindern an, deshalb freuen wir uns sehr über den Besuch.“ Am Max Planck Gymnasium interessierten sich viele Schüler für Musik: „Wir haben ein Schulorchester mit etwa 20 Schülern, die regelmäßig mitmachen, außerdem zwei Chöre und eine Jazz-Band“, so Fischer. Umso mehr freue er sich über die Gelegenheit zum Austausch zwischen Schülern und dem Musiker.

Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2017

Der Hamburger Musiker Höfs ist Jahrgang 1996 und spielte ursprünglich Trompete. Mit dieser gewann er einen Ersten Bundespreis bei „Jugend musiziert“ sowie Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben und des NDR. 2011 wurde er Hornist und gewann erneut einen Ersten Bundespreis, außerdem mehreren Sonderpreisen bei „Jugend musiziert“. Von 2012 bis 2014 war Tillmann Höfs Jungstudent an der Andreas-Franke-Akademie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, seit 2015 studiert er an der Universität der Künste Berlin. 2017 wurde Höfs Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs. Somit wurde der Preis erstmalig nach 33 Jahren wieder an einen Hornisten vergeben.

Das Projekt „Rhapsody in School“ wird unter anderem von der Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder und vom Verein Bundesverband Musikunterricht unterstützt. „Die Künstler arbeiten ehrenamtlich mit uns zusammen, mittlerweile sind es mehr als 400“, sagte Sabine von Imhoff, Projektleitung „Rhapsody in School“. Das Projekt organisiere jährlich etwa 200 Schulbesuche mit 5000 Schülern. Seit 2005 hätten 69000 Schüler von 900 Schulen an Veranstaltungen der „Rhapsody in School“ teilgenommen. Für Interessierte steht Ansprechpartnerin Sabine von Imhoff per E-Mail an svi@rhapsody-in-school.de oder unter Telefon 0172/2635256 zur Verfügung. Informationen zum Projekt unter rhapsody-in-school.de.

Von Max Brasch

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