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Oscar-Gala

Stars und Newcomer auf dem roten Teppich


Dutzende Filme, Darsteller und Regisseure konkurrieren am Sonntagabend in 24 Kategorien um die Oscar-Trophäen. Aus den Nominierungslisten lassen sich einige interessante Details herausfiltern.
Am Sonntagabend werden die Oscars verliehen.

Am Sonntagabend werden die Oscars verliehen.

© ap

Für die deutschsprachige Filmkunst ist es ein starkes Jahr. Der von Deutschland eingereichte Film „Das weiße Band“ ist ein Favorit in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film. Der Kameramann des Films, der Österreicher Christian Berger, ist zudem für den Kamera-Oscar nominiert. Sein Landsmann Christoph Waltz kann für seine Rolle in „Inglourious Basterds“ auf einen Oscar als bester Nebendarsteller hoffen. Der in den USA lebende deutsche Komponist Hans Zimmer ist für die Filmmusik zu „Sherlock Holmes“ für einen Oscar nominiert. Die nominierten Filme „Inglourious Basterds“ und „Ein russischer Sommer“ wurden in Deutschland gedreht und koproduziert.

Hollywood-Veteranin Meryl Streep hat in diesem Jahr ihre 16. Nominierung für einen Oscar eingeheimst - und ist damit unerreichte Spitze. Auf der Liste der am häufigsten nominierten Darsteller stehen Katherine Hepburn und Jack Nicholson mit jeweils zwölf Preisvorschlägen abgeschlagen hinter Streep auf dem zweiten Platz. Streep ist in diesem Jahr für ihre Rolle in „Julie & Julia“ nominiert. Gewonnen hat sie den Oscar erst zwei Mal - 1979 für „Kramer gegen Kramer“ und 1982 für „Sophies Entscheidung“.

In diesem Jahr könnte eine Frau die letzte Männer-Bastion im Oscar-Geschäft stürmen: Die US-Regisseurin Kathryn Bigelow könnte für ihr Irakkriegs-Drama „Tödliches Kommando - The Hurt Locker“ als erste Frau überhaupt einen Regie-Oscar gewinnen. In den 81 bisherigen Oscar-Verleihungen war der Regie-Preis immer an Männer gegangen. Es waren überhaupt erst drei Regisseurinnen nominiert: die Italienerin Lina Wertmüller („Sieben Schönheiten“, 1976), Jane Campion aus Neuseeland („Das Piano“, 1994) und die US-Regisseurin Sofia Coppola („Lost In Translation“, 2003).

Meryl Streep und Penelope Cruz sind in diesem Jahr die einzigen Nominierten, die bereits im Vorjahr auf der Vorschlagsliste gestanden hatten. Unter den Nennungen in den Schauspielkategorien finden sich zwölf Namen, die noch nie nominiert waren. Fünf Nominierte haben hingegen schon mal einen Oscar gewonnen: Meryl Streep, George Clooney, Penelope Cruz, Morgan Freeman und Helen Mirren.

Erst zum zweiten Mal in mehr als 80 Jahren Oscar-Geschichte hat ein Trickfilm eine Chance auf die begehrteste aller Oscar-Trophäen: die für den besten Film des Jahres. Der Film „Up“ aus den Disney-Pixar-Studios ist in dieser Kategorie nominiert - und noch in vier anderen, unter ihnen „bester Trickfilm“. Die Disney-Produktion „Die Schöne und das Biest“ war 1994 der bislang einzige Zeichentrickfilm, der als bester Film des Jahres nominiert wurde.

afp

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