Grünewald studiert im dritten Jahr an der Theaterakademie in Hamburg, eine der gefragtesten Ausbildungsstätten. Kommilitonen von ihm inszenieren derzeit am Deutschen Theater Göttingen und waren dort mehrfach zu Gast. Auch JT-Hausregisseur Alexander Krebs ist aus der Schule hervorgegangen.
Für die Aufnahmeprüfung an der Akademie musste Grünewald ein Konzept für eine „Antigone“-Inszenierung entwickeln. Damit am JT weiterzuarbeiten, sei ihm als zu langweilig erschienen, sagt Grünewald. Jetzt versucht er „einen neuen Zugriff ohne Schulhilfslektüre“. Zentraler Punkt sei vorher das Individuum gewesen, das sich gegen den Staat auflehnt. Jetzt stehe die Frage nach der Schicksalhaftigkeit von Entscheidungen im Zentrum, erläutert der Regisseur. So geht er mit seinem Ensemble der Frage nach, ob Antigone anders hätte handeln können, als sie ihren Bruder trotz Androhung der Todesstrafe begrub. König Kreon hatte ihm das Begräbnis verweigert, weil er gegen ihn gekämpft hatte.
Karten gibt es unter Telefon 05 51 / 49 50 15.
pek
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Kommentare
Desaströs ein Kenner – 03.02.10
Wenn ihr ein Stück sehen wollt in dem die Schauspieler den Text ablesen, Geschichtsvergewaltigung begehen, das Bühnenbild nach Beginn der Vorstellung aufbauen und sich die Protagonisten optisch nicht wesentlich vom Publikum unterscheiden, dann seid ihr in Grünewalds Version von Antigone richtig. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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