Traditionell werden die Inszenierungen dieses Festivals von einer Kinder- und Jugendjury beurteilt. Als Sieger haben die Juroren das Stück „Looking for Gretel“ ausgewählt, mit dem das Consoltheater Gelsenkirchen zu Gast war. In ihrer Begründung machte die Jury deutlich, es sei dem Theater gelungen, mit reduzierten Mitteln eine Geschichte zu erzählen, die man, wenn man mit offenen Augen durch Göttingen geht, auch hier finden könne. Beeindruckt waren die Juroren von den einfachen Mitteln, mit denen die Geschichte erzählt wird. Dies habe die eigene Fantasie beflügelt und Raum gegeben, sich auf den Handlungsverlauf zu konzentrieren.
Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury von der Kunst des „Looking for Gretel“-Autors Charles Way, einen altbekannten Märchenstoff in ein zeitgemäßes Kriminalstück umzuwandeln und somit eine scheinbar alte Geschichte als „modernes, interessantes, aktuelles und ansprechendes Stück zu präsentieren“.
Lobende Erwähnung
Neben „Looking for Gretel“ hob die Jury die Inszenierungen „Schwestern“ (Theater der jungen Welt Leipzig) und „Creeps“ (Schnürschuhtheater Bremen) als herausragende Produktionen des Festivals hervor. Mit einem Sonderpreis zeichneten sie das Stück „Fischbrötchen“ (Theater Erlebnis Hannover) aus. Das habe zwar eher die Kinder als die (jurierenden) Jugendlichen angesprochen, sei aber auf jeden Fall gut für eine „Lobende Erwähnung“.
Von Michael Schäfer
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