Göttingen. Der Begriff „Grundrauschen“ beschreibt aus Sicht Blankensteins mindestens zwei Phänomene, zum einen das kaum vernehmbare Summen elektrischer Geräte, beispielsweise eines Verstärkers für E-Gitarren, zum anderen die Kombination von beabsichtigten Signalen und ungewollten Geräuschen, ein Thema der Kommunikationstheorie. Beides sind von Menschen verursachte Eingriffe in Welt – und in Natur, ein großes Thema Blankensteins.
Neun Jahre lebte der 1970 geborene Künstler in Berlin, in den USA studierte er in der US-amerikanischen Millionenstadt Philadelphia. Inzwischen lebt er in Zürich und hat die Natur wieder entdeckt – oder eben das, was der Mensch aus ihr gemacht hat. Mit Installationen, großformatigen Leuchtkästen und Bildern, die er aus zahllosen feinsten Strichen entwickelt, mehr als 300 Stunden Arbeit stecken in diesen Werken, geht er dem bemerkenswerten Phänomen der zunehmenden Künstlichkeit von Welt nach.
Die Schau wird am Freitag, 13. Januar, um 18 Uhr im Künstlerhaus Göttingen, Gotmarstraße 1, eröffnet. Sie läuft bis zum 26. Februar und ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, an den Wochenenden von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
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