Dann war es ein Geschenk an die erfahrenen Fans Neuer Musik und an diejenigen, die erste Erfahrungen mit ihr machen konnten. An vier Tagen wurde die Bandbreite Neuer Musik beeindruckend dargestellt.
Dass die Lokhalle dazu noch von einem Klangzug angesteuert wurde, spielte schon fast keine Rolle mehr. Denn das größte Geschenk war das Musik- und Kunsterlebnis in der Lokhalle. Die zeigte sich als eine großartige Kulisse für die Wahrnehmung von Musik im Raum.
Der Blick auf die Konstruktion der einstigen Werkhalle für Lokomotiven war nicht von Zuschauertribünen, Ausstellerkojen, Bühnenbauten verstellt, sondern sorgte mit seiner Weite für eine einmalige Wahrnehmung der Stile Neuer Musik und der Modernen Kunst. Die Weite trug dazu bei, die Stile Neuer Musik und der Modernen Kunst auf einmalige Weise zu erleben. Auch die Lokhalle ist ein Geschenk – ein sehr vielseitiges.
Vor vier Jahren, im Jahr 2008, wurde „Das letzte Feuer“ von Dea Loher zum „Stück des Jahres“ gekürt. Im selben Jahr kam es am Deutschen Theater in Göttingen heraus. Jetzt hat es Martin Schulze in Kassel inszeniert: eine sprachmächtige, beklemmende, fesselnde Inszenierung mit vielen tragischen und etlichen komischen Momenten. Wie das Leben eben so ist. mehr