Die Aufführung sei „noch präziser“ gewesen als im Jahr 2004, der Raumklang „noch besser erreicht“ gewesen. Die Göttinger Psychotherapeutin Gudrun Schiemann, die Otts Stück zum ersten Mal erlebte, fand es „überwältigend“, vor allem in der „Kombination aus Licht, Spiel, Bewegung und dem Raum“. Besonders bewegt haben sie die metallenen Klänge, mit denen Ott an die frühere Funktion dieser Halle erinnert.
An dem Festival haben 260 Künstler mitgewirkt. Im Rahmen der „Spielwiese“, die mehr als 2000 Besucher erlebt haben, gab es Auftritte der Göttinger Ballettschule Art la danse und des Butoh-Tänzers Tadashi Endo, dazu musikalische Darbietungen von Musikern aus Göttingen und Göttingens Partnerstädten Thorn und Cheltenham. Sechs bildende Künstler haben mitgewirkt, dazu die Bühnenbildnerin Isabelle Krötsch mit einer Projektionsperformance. Insgesamt wurden bei dem viertägigen Festival, so eine Pressemitteilung am Dienstag, mehr als 3500 Besucher gezählt. König: „Das ist super!“
Besonders glücklich ist König über die enge, fruchtbare Zusammenarbeit mit Göttinger Institutionen und Personen, etwa der Göttinger Musikwissenschaftlerin Morag-Josephine Grant, die nicht nur einen Vortrag zum Festivalthema „Experimentelle Musik aus Amerika“ hielt, sondern auch mit zwei Studenten-Projekten und Schülern der Kinder-Uni an der „Spielwiese“ beteiligt war. Dass überdies das Abschlusskonzert des „Epoche F“-Workshops der „Stiftung Jugend musiziert Niedersachsen“ mit dem renommierten Ensemble Modern in das Festival eingebunden werden konnte, hebt König mit besonderer Freude hervor.
Von Michael Schäfer
Vor vier Jahren, im Jahr 2008, wurde „Das letzte Feuer“ von Dea Loher zum „Stück des Jahres“ gekürt. Im selben Jahr kam es am Deutschen Theater in Göttingen heraus. Jetzt hat es Martin Schulze in Kassel inszeniert: eine sprachmächtige, beklemmende, fesselnde Inszenierung mit vielen tragischen und etlichen komischen Momenten. Wie das Leben eben so ist. mehr