Typischer Klang für Göttingen: die Glocken der Jacobikirche.
Das Schienenfahrzeug ist innen zu einem begehbaren Klangobjekt gestaltet, und in den Städten werden Konzerte und Aktionen organisiert. Auch im Internet soll dieses Netzwerk sichtbar werden. Dafür suchen die Organisatoren 15 markante Klangorte der jeweiligen Städte, die auf einer Deutschlandkarte abrufbar sind, aber auch im Klangzug und weiteren Aktionen eingesetzt werden. So sollen sie auch beim Abschlussfest in Eisenach als Klangrucksäcke durch die Stadt getragen werden.
Tageblatt-Leser sind aufgerufen, solche Klangorte zu benennen. Das können Stellen in Göttingen sein, an denen regelmäßig wiederkehrend Kirchturmglocken läuten. Naturklänge wie das Rauschen eines Flusses können eingereicht werden oder das Quietschen von Rädern auf Schienen. Vielleicht ist es aber auch ein Klangerlebnis, das mit Innen- oder Außenarchitektur in Verbindung steht, wie das markante Schlagen einer Tür oder das Knarren im Gebälk. Geräusche die von Menschen gemacht werden, stehen natürlich auch auf der Liste der Möglichkeiten.
Vorschläge gehen per Post an Festival Linien, c/o Stadthalle Göttingen, Albaniplatz 2, 37073 Göttingen, oder per E-Mail an info@festival-linien.de. Einsendeschluss ist der 15. Mai. Egal, ob bereits aufgezeichnet oder noch nicht, auf jeden Fall muss eine möglichst genaue Beschreibung des Ortes eingereicht werden. Dazu gehört neben der genauen Adresse auch die Beschreibung des Standortes wie beispielsweise „Straßenecke“, wie weit entfernt der Punkt von einer Straße liegt oder wie viele Meter durchs Gelände zu gehen sind, bis man ihn erreicht. Auch die Entfernung der Tonquelle sollte angegeben sein. Eine Fotografie oder gar die genaue GPS-Position sind hilfreich, aber nicht zwingend. Und: die Uhrzeit nicht vergessen, zu der der Klang zu hören ist. Selbst erstellte Tonaufnahmen müssen nicht perfekt sein, da ein professionelles Team nach der Auswahl qualitativ hochwertige Aufnahmen erstellt.
Eine Jury wählt die 20 interessantesten Punkte aus, von denen 15 aufgenommen werden. Die Gewinner erhalten jeweils zwei Eintrittskarten zu einem Festival-Konzert ihrer Wahl.
pek
Ein langer Tisch in irgendeinem Lehrerzimmer, irgendwo im Land. Die Szenerie authentisch und tragisch real, die Rollenklischees so alt und doch so treffend. „Lehrernacht“ heißt das Drama von Bodo Kirchhoff, das am Mittwoch im studentischen Theater im OP seine Premiere feierte und die alte Frage um die Grenzen von Liebe, Lust und Leidenschaft zu beantworten versucht. mehr