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Regional Flamenco-Fusion und Fingerstyle
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11:25 21.09.2017
Das Göttinger Gitarrenduo Herbert Wegener (links) und Peter Funk veranstaltet die Göttinger Gitarrennacht. Quelle: Beisert
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Göttingen

Die Idee des erfolgreichen und stets gut besuchten Konzert-Events war aus der Not geboren: Peter Funk und Herbert Wegener spielen als Gitarrenduo zusammen und wollten für sich einen schönen Auftrittsort haben. „So haben wir die erste Gitarrennacht organisiert und wurden dabei von Anfang an von der Stadtverwaltung Göttingen unterstützt.“

Die Idee kam beim Publikum an. „Die Gitarre ist ja nach wie vor das populärste Instrument“, sind sich die Musiker einig. „Wir haben ein treues Stammpublikum sowie viele junge Akustikgitarren-Fans.“

„Wir möchten jeweils einen bekannten Gitarristen vorstellen und einen etwas unkonventionellen Künstler bei dem das Publikum etwas entdecken kann“, erklärt Funk das Konzept der Gitarrennacht. „Hinzu kommt die Mischung aus international bekannten und deutschen Musikern.“

Bekannte Akustik-Gitarristen zu Gast

Wegener betont die Vielfalt, die sie über die Jahre bieten konnten: „Das Publikum erlebt jedes Jahr etwas anderes – vom klassischen Fingerpicking und Flamenco über Klassik, indische inspirierte Musik und Jazz bis hin zur elektrischen Bassgitarre und experimenteller Musik.“

Über die Jahre holte die Göttinger Gitarrennacht viele bekannte Akustik-Gitarristen in die Leinestadt: Altmeister wie Werner Lämmerhirt, Ulli Bögershausen, Peter Finger und Klaus Weiland kamen genauso wie der amerikanische Youtube-Star Adam Rafferty, der Experimentalgitarrist Claus Boesser-Ferrari oder der Italiener Franco Morone und der belgische Fingerstyle-Virtuose Jacques Stotzem.

Exzellenter Klang in der Rathaushalle

„Das Alte Rathaus ist mit seiner guten Akustik unschlagbar“, schwärmt Musiker Wegener. „Hinzu kommt, dass der Tontechniker Andreas Tamm seit Jahren die akustische Gitarre mit einem exzellenten Klang inszeniert – das loben viele Besucher.“

Schmunzelnd erinnern sich die beiden Veranstalter an manche Anekdote. „Der amerikanische Gitarrist Adam Rafferty traf wegen einer Zugverspätung erst ein als das Konzert bereits begonnen hatte“, erinnert sich Wegener. „Er kam völlig entspannt mit einem Kaffee in der Hand in den Saal und spielte einfach ohne Soundcheck.“ Funk ist im Gedächtnis geblieben, dass manche berühmte Gitarristen bei ihm übernachtet haben. „Dann hatte ich mit Leuten wie dem irischen Gitarristen Ian Melrose gemeinsam am Frühstückstisch eine Session.“ Eine Zeit lang erhielten die beiden Göttinger so viele Bewerbungen, dass sie im Apex die Reihe „Saitensprünge“ ins Leben riefen.

Lapsteel-Gitarren auf den Knien

Fester Bestandteil jeder Gitarrennacht ist übrigens auch das Funk-Wegener-Duo. Die beiden Gitarristen bieten mit ihren auf den Knien liegenden Lapsteel-Gitarren mit den schwebenden Hawaii-Klängen etwas Besonderes.

Das 15. Konzert setzt eigene Akzente. Peter Funk: „Silvio Schneider und El Macareno werden sicher mit ihrem hochvirtuosen Flamenco-Fusion begeistern und der englische Sologitarrist Clive Carroll spielt traditionellen Fingerstyle mit einem unglaublich schönen Ton.“ Herbert Wegener freut sich auf den Abend noch aus einem anderen Grund: „Bei dem Konzert hat meine neue Gitarre, die mir der heimische Gitarrenbauer Manfred Pietrzok gebaut hat, ihre Bühnenpremiere.“

Die Göttinger Gitarrennacht beginnt am Sonnabend, 23. September , um 19.30 Uhr im Alten Rathaus in Göttingen, Markt 9. Vorverkauf: Ticketservice des Göttinger Tageblattes, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt, Göttingen. Infos: www.goettinger-gitarrennacht.de

Von Udo Hinz

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