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Abschied von Justus, Peter und Bob

Die drei ??? in der Stadthalle Abschied von Justus, Peter und Bob

Seit 1997 ist das Wuppertaler Ensemble des Vollplayback-theaters mit Hörspielen unterwegs, denen sie auf der Bühne Leben einhauchen. Ohne selbst zu sprechen, spielen die Akteure zum Ton der Kassette die Detektivgeschichten nach. Sonst nur in der Imagination vorhanden, stehen plötzlich Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, die berühmten Ermittler der Jugendkrimi-Reihe „Die drei ???“, in Fleisch und Blut vor dem Publikum.

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Auf Wiedersehen: SupaKnut, Doktor Thomas und Britta Lemon vom Vollplayback-Theater.

Quelle: Vetter

Was mit nur vier Vorstellungen begann, findet nach 15 Jahren Erfolgsgeschichte nun sein Ende mit einer umfangreichen Abschiedstournee. Unter dem Titel „Niemals geht man so ganz“ macht das Ensemble ein letztes Mal „Quatsch auf der Bühne“. Am Montagabend waren sie mit ihrer ganz speziellen Interpretation der Hörspielfolge „Die drei ??? und der Superpapagei“ in der Göttinger Stadthalle zu Gast. Dort konnten sie viele alte Fans begeistern und neue dazu gewinnen.

Durch die zahlreichen Anspielungen auf andere Hörspiele, sowie Ausschnitte aus Film, Radio und Fernsehen muss man kein Fragezeichen-Kenner sein, um sich amüsieren zu können. Wenn die drei Jungdetektive auf einem Friedhof unvermittelt zu „Thriller“ von Michael Jackson tanzen, hat das etwas Skurril-Komisches, egal, ob man mit der Serie vertraut ist, oder nicht.

Was einerseits ein Vorteil ist, kann andererseits zum Nachteil werden. Der rote Faden fehlt in dieser Show irgendwie. Pulp-Fiction-Zitate werden mit Matrix-Szenen vermengt, Dieter Bohlen mit dem Hörbuchhelden John Sinclair in Zusammenhang gebracht, und Benjamin Blümchen wird in einem Atemzug mit der Jugendserie TKKG erwähnt. Dabei wird der Hörbuchklassiker (die Folge „Die drei ??? und der Superpapagei“ ist die allererste) zeitweise bis zur Unkenntnis verfremdet. Vielleicht liegt das daran, dass das Ensemble zum Schluss noch einmal ein „Best of“ seines Könnens präsentieren möchte?

Keine Frage, die Truppe ist witzig und wandelbar. Sie verkörpern gekonnt und mit viel Charme alle Charaktere. Außerdem haben sie klasse Ideen für die Repräsentation des Geschehens auf der Bühne. Ein Kinderbuggy als Rennwagen bringt ihnen in punkto Requisite zum Beispiel zahlreiche Lacher ein. Allerdings ist manchmal trotzdem weniger mehr, und das Gute liegt so nah.

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