Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Abschiedstournee: Peter Kraus rockt in der Göttinger Lokhalle
Nachrichten Kultur Regional Abschiedstournee: Peter Kraus rockt in der Göttinger Lokhalle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:48 15.03.2015
Immer noch fit: der 75-jährige Peter Kraus fegt über die Bühne. Quelle: Heller
Anzeige
Göttingen

„Das Beste kommt zum Schluss – Meine große Abschiedstournee“ heißt sein Konzertprogramm. Kraus gesteht, dass er sich momentan noch nicht vorstellen kann, nicht mehr auf der Bühne zu stehen. Möglicherweise wird sich seine sogenannte Abschiedstournee daher noch länger hinziehen.

Mit „Die letzten Rock ’n’ Roller“ eröffnet er das Konzert und macht damit eine unmissverständliche Ansage. Auch wenn er inzwischen 75 Jahre alt ist, für Rock ’n’ Roll ist man nie zu alt. Mit engen Jeans, Hüftschwung und wilden Tanzeinlagen fegt Kraus über die Bühne. Seine Band holt mit fetzigen Gitarrensoli, Kontrabass, schnellen Piano-Läufen, Posaune, Trompete und Saxofon das Lebensgefühl von damals zurück. Ein Hit jagt den nächsten, für Pausen bleibt keine Zeit.

Ganz gleich, ob er seine großen Erfolge der Anfangszeit, oder Cover moderner Songs, die er erst im vergangenen Jahr aufgenommen hat, spielt, seinem Stil bleibt er stets treu. So werden selbst Titel, wie „Nur noch kurz die Welt retten“ von Tim Bendzko oder „Gib mir Sonne“ von Rosenstolz zu Rock ’n’ Roll-Hits. Einspielungen originaler Videoclips aus der alten Zeit visualisieren das Lebensgefühl von damals auf charmante Art und Weise, gleichzeitig wird jedoch auch deutlich, wie sehr sich die Gesellschaft seither verändert hat.

Und natürlich fehlen auch Stücke von Elvis Presley nicht. Doch liebt das Publikum in erster Linie die alten Klassiker von Peter Kraus. Titel wie „Wenn Teenager träumen“ oder „Mit Siebzehn“ geben den Zuhörern die Chance, sich wieder jung zu fühlen. Mit seinem großen Erfolg „Sugar Baby“ bringt er das Publikum auch heute zum jubeln und mittanzen.  

Die rund zweieinhalbstündige Zeitreise ist Kraus bestens geglückt. Als er sich von seinen Fans verabschiedet, steht das gesamte Publikum in der Lokhalle begeistert applaudierend von den Stühlen auf, ein beeindruckender Anblick, den Kraus noch mit zwei weiteren Zugaben belohnt.

Von Tina Evers

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Normalerweise ist das Löschen des Lichts das Zeichen ins Bett zu gehen. Bei Cro reicht dieser einfache Effekt aus, um das Publikum in Euphorie zu versetzen. Kurz darauf sagt er die magischen Worte: „Hi Kids, ich bin Carlo. Hebt die Hände und gebt mir ein Hallo“, und ein „Hallo!“ erschallt 7000-fach zurück. Die Lokhalle bebt vor Begeisterung.

16.03.2015

Der Vorhang klemmt ein wenig, nach dem Kostümwechsel steht der Hosenstall noch offen, ein paar Worte werden verschluckt und einer der Schauspieler ist vielleicht ein bisschen zu alt, um einen pubertierenden Jungen zu spielen. Darüber lässt sich aber großzügig hinweg sehen.

16.03.2015

Fast keiner da. Aber wenn niemand zum Konzert kommt, wird dann trotzdem Musik gemacht? Für die Dürener Band Spiegelblick ist die Sache klar. Natürlich wird gespielt. Auch wenn nur sehr wenige Zuschauer zu ihrem Konzert ins Exil gekommen sind.

16.03.2015
Anzeige