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Regional Kreischalarm bei Alex Aiono
Nachrichten Kultur Regional Kreischalarm bei Alex Aiono
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17:12 16.09.2017
Alex Aiono Quelle: Arne Bänsch
Göttingen

Kaum ein Junge hat es in die ersten Reihen vor der Bühne geschafft, das wollten wahrscheinlich auch wenige. Aiono, gerade 21 Jahre alt, ist ein Mädchenschwarm. In Los Angeles soll er seine Karriere als Straßenmusiker gestartet haben. Er Strahl viel Musikalität aus. Alleine steht er auf der Bühne, seine Band ist ein Notebook. Hier ist die sehr radiotaugliche Musik gespeichert, zu der er live singt. Die Bässe wummern aus den Lautsprechertürmen, der Boden vibriert, auch die Bauchdecke.

Immer dicht am Bühnenrand, findet der kleine junge Mann schnell Kontakt zu seinen Fans. Sie kreischen, wenn Aiono mit Kopfstimme sehr hoch singt, sie werden auch nach dem Konzert später auf dem Wochenmarktplatz warten und kreischen, als Aiono am Seiteneingang in eine schwarze Limousine steigt. Sehr viele von ihnen sind überaus textfest. Es kostet Aiono kaum Mühe, sie zum Mitsingen zu bewegen. Er präsentiert seine YouTube-Hits. „Listen I know you know this“, ruft er „Hört zu, ich weiß, dass ihr das kennt“ - und hat selbstverständlich recht: „Baby I like your style“. Der halbe Saal kreischt.

Dann will er mit dem Publikum hüpfen, das Publikum hüpft. Vom NDR verteilte Leuchtringe leuchten an sehr vielen Fingern. Arme werden in die Höhe gestreckt, es wogt nach links und rechts.

„Slow down a little bit“, ruft er, und bittet um Entschleunigung. Denn es folgt eine Ballade. Die nächste Kreischwelle rollt durch den Saal. Eine weitere ruhige Nummer folgt. Auch seine Liedfolge hat Aiono professionell und dramaturgisch geschickt zusammengestellt.

Deswegen endet das Konzert auch mit einigen flotten Liedern nach einer Stunde. Aiono hat die meiste Zeit unmittelbar vorne an der Rampe verbracht. Er hat maßvoll mit seinen Fans geflirtet und war ihnen ganz nah. Einem Mädchen aus der ersten Reihe hat er das Handy abgenommen, ein Selfie auf der Bühne aufgenommen und wieder zurückgegeben. Sicher ein großer Glücksmoment.

Von Peter Krüger-Lenz

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