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Andcompany&Co inszeniert „Zur Sache!“ im Deutschen Theater

Nach Film „Zur Sache, Schätzchen“ Andcompany&Co inszeniert „Zur Sache!“ im Deutschen Theater

Alexander Karschnia sitzt in der Kantine des Deutschen Theaters (DT) Göttingen. Er gehört zu dem Regiekollektiv Andcompany&Co, das derzeit am DT das Stück „Zur Sache!“, ganz frei nach dem Film „Zur Sache, Schätzchen“ inszeniert.

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Regiekollektiv: N. Nord (l.) und A. Karschnia mit Tochter Rokia.

Quelle: CH

Göttingen. Vor zwei Jahren brachte das Trio, das gerne mit Kollegen anderer Sparten zusammen arbeitet, die   Produktion „Wunderkinder“  auf die DT-Bühne. Auch damals nach einem Film: „Wir Wunderkinder“ mit Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller. Damals hätten sie sich dicht am Film orientieren können, sagt Karschnia. Diesmal schreiben sie ihr eigenes Stück – vor allem Karschnia in der Nacht. Denn tagsüber kümmert er sich um die acht Monate alte Tochter Rokia. Dann inszeniert Mutter Nicola Nord gemeinsam mit Sascha Sulimma, der verstärkt für die Musik verantwortlich zeichnet. Denn davon werde es auch diesmal wieder viel geben, erklärt Karschnia, allerdings eher „Lieder von heute“.

Der S chauspieler und Kabarettist Wolfgang Neuss (1923 – 1989) war in der Produktion vor zwei Jahren sehr gegenwärtig. Das wird er auch diesmal sein, obwohl das Thema die späten 60er Jahre sind. Andcompany&Co vermischt Realität und Fiktion bei seinem Blick auf die Zeit der Studentenbewegung. Heraus kommt eine politische Revue, für das der Bildende Künstler Jan Brokof wieder das Bühnenbild entworfen hat.

Ort des Geschehens ist das Studentenzimmer von Martin, den Martin Enke in dem Film „Zur Sache, Schätzchen“ mit „vitaler Rumhängekraft“ spielte. Hier treffen sich Neuss und Rudi Dutschke, die tatsächlich befreundet waren. Uschi Glas begegnet Brigit Bardot, John Lennon Yoko Ono. Die Schlussszene des Films soll noch ein mal nachgespielt werden.

Ursprünglich sollte wie auch in dem großen Vorbild „Außer Atem“ von Jean-Luc Godards der Protagonist sterben. Doch nach den Schüssen auf Benno Ohnesorg bei der Demonstration am 2. Juni 1967 gegen den Schah war das Ende umgeschrieben worden. Enke überlebte. Und wer spielt Enke? „Karl Miller als Martin ist schön“, sagt Karschnia.

Uraufführung ist am Sonnabend, 9. Februar, um 19.45 Uhr im Großen Haus des Deutschen Theaters Göttingen. Kartentelefon : 05 51 / 49 69 11.
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Uraufführung am Deutschen Theater

An der rechten Loge im Deutschen Theater (DT) Göttingen hängt eine gemalte Diskokugel. Die Namen Wojo und Hans sind darauf zu lesen. Hier ist das musikalische Reich von Wojo van Brouwer und Hans Kaul. Die Loge auf der gegenüberliegenden Seite ist als DaF-Zentrum ausgewiesen.

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