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Angelika Meier liest aus „Heimlich, heimlich mich vergiss“

Literarisches Zentrum Göttingen Angelika Meier liest aus „Heimlich, heimlich mich vergiss“

Es ist der letzte Abend der Saison des Literarischen Zentrums Göttingen. In der Reihe „Hausbesuche“ liest Angelika Meier im Hause des Verlegers Thedel von Wallmoden aus ihrem aktuellen Roman „Heimlich, heimlich mich vergiss“ .

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Unaufgeregt: Schriftstellerin Angelika Meier.

Quelle: Heller

Göttingen . Nach einer kurzen Einführung durch die Moderatoren Margaux Jeanne Erdmann und Kevin Kempke in die komplexen Hintergründe des Romangeschehens beginnt Meier, das erste Kapitel zu lesen. Von Aufregung ist keine Spur. Sie verleiht den verschiedenen Charakteren mit ihrer Stimme starken Ausdruck: Dem resignierten Protagonisten Franz von Stern, wie auch dem Patienten der ungewöhnlichen Heilanstalt.

Dass es sich in diesem Roman um keine gewöhnliche Klinik handelt wird schnell klar. Im Gespräch im Literarischen Zentrum Göttingen verrät Meier, dass die Ärzte, so auch Franz von Stern, in dieser gläsernen, hoch auf einem Berg gelegenen Klinik mit einem zusätzlichen Mediator-Organ ausgestattet sind, welches sie ausschließlich für die Gegenwart leben lässt. Erinnerungen, Emotionen oder Schlaf haben an diesem Ort nichts zu suchen, hier muss man funktionieren. Durch die Konfrontation mit einer Patientin werden in von Stern jedoch schließlich Erinnerungen geweckt, die in einem inneren Kampf gegen den Gehorsam ausgetragen werden.

Meier spielt in ihrem Roman mit der Sprache. Erinnerungen werden im kleinsten Detail wiedergegeben, zahlreiche Zitate bieten neue Interpretationsmöglichkeiten, und die Erzählperspektive schwankt und ist doch immer die selbe. „Heimlich, heimlich mich vergiss“ wirft viele Fragen auf, die die Autorin am Ende selbst nicht eindeutig beantworten kann und möchte.

  • Angelika Meier: „Heimlich, heimlich mich vergiss“, Diaphanes, 336 Seiten, 22,90 Euro.

Von Tina Evers

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