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Regional Klassisch und modern
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13:56 22.09.2016
Starke Technik: Cristina Voce und Alexander Teutscher.          Quelle: Pförtner
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Göttingen

Die kleine Fläche ließ den beiden freiberuflichen Künstlern aus Berlin wenig Raum, um Schwung zu holen. Aus dem Stand heraus hob Teutscher Voce. Leicht und schwerelos wirkten die Drehungen und Sprünge der beiden. Nur der Schweiß und der kurze Atem verrieten, was ihnen die technisch perfekten Darbietungen abverlangten. „Ich stemme acht Stunden am Tag Frauen, da brauche ich kein Hanteltraining mehr“, verriet Teutscher. Er sprach in einer Fragerunde, die Judith Kara, eine der beiden künstlerischen Leiter des Festivals, moderierte.

Mit einem neoklassischen Duett begann das Paar. „Mit der Neoklassik öffnete sich das klassische Ballett in den 1930er-Jahren der Moderne, es wurde dynamischer“, berichtete Voce. Die beiden zeigten eine Choreografie zum Lied „Gute Nacht“ aus Franz Schuberts Zyklus Winterreise. Ein neoklassisches Duett zu einer Bearbeitung von Max Richter von „Sommer 2“ aus Antonio Vivaldis Vier Jahreszeiten folgte.

Im ersten Solo zeigte Voce eine moderne Choreografie zu Richters Vivaldi-Bearbeitung „Frühling 3“. Ihre emotional tiefe Darstellung verband Verzweiflung mit anmutiger Schönheit. Kraftvoll war Teutschers Solo zu Richters „When she came back“. Der Tänzer schien die Wände durchbrechen zu wollen.

In drei klassischen Stücken zeigten die Künstler, dass sie auch die Grundlagen ihrer Kunst eindrucksvoll beherrschen. Er im Trikot, sie im Tutu waren im Spitzentanz in zwei Szenen aus dem Ballett „La Bayadère“ zu sehen. Mit Peter Tschaikowskys Pax de deux folgte Teutschers Solo. Lange und unbeirrt, so der Künstler zu den Ballettschülerinnen im Publikum, müsse man an der Stange „immer den gleichen Mist“ üben, bis die steifen, klassischen Figuren endlich leicht wirkten. Leicht und unbeschwert endete der schöne Abend mit dem modernen Duett „Thought of you“.

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