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Ausstellung „Eindrucke – Aus der Werkststatt eines Druckers“

Vernissage wie ein Blick in die Druck-Werkstatt Ausstellung „Eindrucke – Aus der Werkststatt eines Druckers“

Thirty are better than one“, sagte Andy Warhol einmal über Bilder und ihre Reproduzierbarkeit. Rund dreißig Siebdrucke von Sigmar Polkes „Schwarz/Weiß“ in unterschiedlichsten Qualitäten hat Herting Treusch von Buttlar zuhause in einem Grafikschrank gelagert.

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Eine Auswahl: Werke aus rund 40 Jahren aus Treusch von Buttlars Werkstätten im Studio Wasserscheune in Erbsen.

Quelle: Heller

In den 1970- und 1980er Jahren hatte der Drucker eine Werkstatt in der Lotzestraße 26 – bis sie 1991 einem Brandstifter zum Opfer fiel. Dort begann er, nach der Ausbildung beim Göttinger Tageblatt und dem Wehrdienst, zunächst gemeinsam mit Gerhard Steidl, Siebdrucke für Künstler zu erstellen. „Wir machten natürlich Werbung“, meint er heute, Künstler wie Klaus Staeck, Tomi Ungerer, Siegfried Neuenhausen, den Gruppe-Zebra-Mitgliedern Peter Nagel und Dieter Asmus, A.R. Penck, Blinky Palermo oder Malte Sartorius ließen nach und nach einzelne Arbeiten in der Südstadt drucken, „erst ein Exemplar, dann mehrere“.

Eine Auswahl von 74 Serigrafien aus Treusch von Buttlars Werkstätten im Zeitraum von rund 40 Jahren zeigt seit Sonntag das Studio Wasserscheune in Erbsen. Serigrafien, künstlerische Siebdrucke, werden in enger Zusammenarbeit einer Siebdruckerei und dem Künstler gedruckt. Unter dem Titel „Eindrucke – Aus der Werkstatt eines Druckers“ geben die Blätter, die aus Treusch von Buttlars Sammlung stammen, Einblick in die Produktion. Die interessantesten stammen aus der frühen Zeit zu Beginn der 1970er Jahre. Viele der Exponate sind dem Drucker gewidmet oder ein „epreuve d’artiste“, ein Künstlerexemplar der jeweiligen Grafikedition. Bunt ist alles nebeneinander und übereinander gehängt, ein Blick in die Werkstatt.

Die Ausstellung „Eindrucke – Aus der Werkstatt eines Druckers“ ist bis zum 9. Januar im Studio Wasserscheune in Erbsen, Dorfstraße 4, sonntags von 15 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Von Tina Lüers

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