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Regional Christiane Möbus mit Hannah-Höch-Preis ausgezeichnet
Nachrichten Kultur Regional Christiane Möbus mit Hannah-Höch-Preis ausgezeichnet
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21:40 27.09.2018
Denkmal am Bahnhof.
Berlin

Die aus Niedersachsen stammende Bildhauerin Christiane Möbus ist mit dem diesjährigen Hannah-Höch-Preis geehrt worden. Die 1947 in Celle geborene Künstlerin wurde am Donnerstagabend in Berlin mit dem bedeutendsten Kunstpreis des Landes Berlin für ihr herausragendes Lebenswerk ausgezeichnet. Der Hauptpreis ist mit 80 000 Euro dotiert, davon 25 000 Euro Preisgeld.

Möbus studierte von 1966 bis 1970 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Emil Cimiotti. Für Ihre Arbeiten erhielt sie laut Berliner Senatsverwaltung zahlreiche Kunstpreise. Seit 1982 war sie als Professorin an verschiedenen Kunsthochschulen in Hamburg, Braunschweig, Berlin und Göteborg tätig.

Vor drei Jahren sorgte Möbus mit einem ironischen Kunstwerk vor dem Bahnhof in Göttingen für Aufsehen: Dort ließ sie in Anspielung auf das Ernst-August-Reiterstandbild vor dem Hauptbahnhof in Hannover einen leeren Denkmalsockel mit der Aufschrift „Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“ aufstellen. Damit erinnerte sie an sieben Göttinger Professoren, die von König Ernst August I. (1771-1851) entlassen und zum Teil des Landes verwiesen wurden, weil sie gegen die Aufhebung der 1833 eingeführten liberalen Verfassung protestiert hatten. Das Ernst-August-Denkmal in Hannover trägt die Aufschrift „Dem Landesvater sein treues Volk“.

Der Hannah-Höch-Förderpreis in Höhe von 38 000 Euro (davon 10 000 Euro Preisgeld) ging an die 1968 in Busan geborene Koreanerin Sunah Choi. Zu den Ehrungen gehören jeweils eine Ausstellung und eine Publikation. Überreicht wurden die Preise von Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) in der Nikolaikirche. Dort sind auch von Freitag bis zum 25. November die Werke der Preisträgerinnen zu sehen.

Von epd