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Barockes mit Tango-Kontrapunkt

Klosterkirche Nikolausberg Barockes mit Tango-Kontrapunkt

Tangomusik in der Kirche – kann das funktionieren? Dass dies keine Frage des Genres, sondern der musikalischen Kultur ist, haben Bettina Hartl und Marcus Hagemann mit ihrem Konzert in der Klosterkirche Nikolausberg eindrucksvoll bewiesen.

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Partner: M. Hagemann und B. Hartl.

Quelle: EL

„Noir et blanc“ nennen sie ihr Projekt, in dem sie Musik von Johann Sebastian Bach und Astor Piazzolla kombinieren – auf Bandoneon (Hartl) und Violoncello (Hagemann), teils im Duo, teils solo.
Die beiden Musiker sind bestens aufeinander eingespielt, folgen einander bis in die kleinsten Verästelungen der Tempi sozusagen lippensynchron. Und sie machen überzeugend klar, wie gut die sehnsüchtig singenden Klänge Piazzollas mit dem barock-ernsten Linienspiel Bachscher Polyphonie zusammenpassen – auch in dem solistischen Teil, in dem Hagemann Bachs erste Cello-Solosuite spielt, unterbrochen von Chorälen und einer Toccata von Piazzolla auf dem Bandoneon. Dass beide Musiker Meister ihrer Instrumente sind, ist eine selbstverständliche Voraussetzung. Für den begeisterten Beifall gab es Piazzollas „Jeanne y Paul“ als Zugabe.

Von Michael Schäfer

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