Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Blick in die Welt von Flüchtlingen

Uraufführung: „Boat People Projekt“ zeigt „Keinsternhotel“ Blick in die Welt von Flüchtlingen

Wie lebt man im Zustand der Duldung? Das politisch-poetische Theaterstück „Keinsternhotel“, das am Donnerstag, 24. September, um 20 Uhr Premiere in der Königsallee 243 – einem alten Flugplatz-Gebäude – in Göttingen hat, zeigt das Leben zwischen Ankunft und Abschied eines jungen Flüchtlings.

Voriger Artikel
Täglich literarische Talente der Wissenschaft
Nächster Artikel
Unterhaltsamer Opernabend – ganz ohne Gesang

Das Produktionsteam: Luise Rist, Nina de la Chevallerie und Steffen Mutschler.

Quelle: Hinzmann

Es ist eine Produktion des „Boat People Projekts“, das die Göttingerinnen Luise Rist und Nina de la Chevallerie im Jahr 2009 gegründet haben, um Nichtgehörten eine Stimme zu geben.

Rist, die das Stück, inspiriert durch das Ensemble, geschrieben hat, meint: „Flüchtlinge kommen hier nicht vor, sie sind für uns abstrakt.“ Daher wollen sie das Thema Flucht in den Fokus rücken. Die Zuschauer sollen über Flüchtlinge in Europa nachdenken. Sechs Afrikaner aus dem Sudan, Äthiopien, Eritrea, Ghana und dem Kongo, die das Gefühl des Wartens und Unsichtbarseins erlebt haben, stehen als Laien-Schauspieler auf der Bühne.

Eine Frau, gespielt von Franziska Aeschlimann, der einzigen professionellen Akteurin des Ensembles, begegnet auf dem Areal eines großen Flughafens einem jungen Afrikaner, der sich in einer scheinbar aussichtslosen Lage befindet. Er ist ein Flüchtling und konfrontiert die Frau mit verwirrenden Informationen und unbekannten Sachverhalten über Kriegszustände, Misshandlungen und eine verlorene Kindheit. Sie taucht in die fremde Welt des „Keinsternhotels“ ein. Der junge Afrikaner wird von dem kongolesischen Flüchtling Jay gespielt.

Für die Theaterbesucher beginnt die Vorstellung des Stücks „Keinsternhotel“ nicht auf ihren Zuschauerplätzen, sondern mit einem Rundgang. In der Ankunftshalle eines Flughafens treffen sie Jay, der gerade gelandet ist. Weiter geht es zu zwei großen Videoleinwänden. Dort werden Szenen aus dem früheren Leben des Flüchtlings in seiner Heimat Afrika gezeigt – die Gründe für seine Flucht sollen deutlich werden.

Karten gibt es in den Geschäftsstellen des Göttinger Tageblattes, Jüdenstraße 13c, und des Eichsfelder Tageblattes, Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional
NDR2-Soundcheck: Statements von der Open City Stage am Sonntag