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„Börgerding“ hallt durch die Mensa

Drei-Personen-Publikum „Börgerding“ hallt durch die Mensa

Exklusivkonzert“ steht auf den Plakaten, die das Konzert der Kölner Band „Börgerding“ im Foyer der Zentralmensa der Göttinger Uni ankündigen. Offenbar wurde hier etwas falsch verstanden, denn mit exklusiv sollte nicht gemeint sein, dass niemand kommen darf. Tatsächlich finden jedoch nur drei Gäste zu dem Konzert und stehen verloren in der großen Halle. Die vier Musiker lassen sich nicht beirren, nehmen die Situation mit Humor und treten trotzdem auf.

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Unverdrossen: das Quartett Börgerding.

Quelle: EF

„Wir sind heute hier, um den Hall des Mensagebäudes zu testen“, lautet die Ansage des Sängers Frank Börgerding, „ich hoffe, es ist laut“. Und das ist es, der Hall tut sein Übriges. Der Sound fliegt durch die Weiten des Foyers und verliert dabei stark an Ausdruck. Dabei beherrschen die Musiker ihre Instrumente ohne Zweifel sehr gut, die Melodien und Texte haben bisweilen sogar richtige Ohrwurm-Qualitäten, doch das Gebäude macht es ihnen schwer.

Zwölf Songs enthält das Debütalbum „Börgerding“, das die Band mit dem Konzert präsentieren wollte. Zwischen Rock- und Pop-Musik verbergen sich mitunter tiefgründige deutsche Texte wie in der zart instrumentierten melancholischen Nummer „Erde im Mund“. Andere Songs, wie „Sandmann“, „Kein Gewicht“ oder „Lauf ganz weit“, ein Titel der schnell ins Ohr geht, unterhalten mit Bässen, Gitarrenklängen und zum Zanzen anregenden Beats.  „Börgerding“ zeigen sich auf ihrem ersten Album von verschiedenen Seiten: Sie sind einfühlsam, fröhlich, traurig, nachdenklich und mehr.

Das Resultat der Akustik-Prüfung: Ein größeres Publikum hätte den Schall abdämpfen und gleichzeitig für eine bessere Klangqualität sorgen können. „Börgerding“ hat sich trotzdem nicht die Freude an der Musik nehmen lassen und mit Spaß auf der Bühne die Songs gespielt.

Von Tina Evers

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