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Regional Britpop in Kellerbar-Atmosphäre
Nachrichten Kultur Regional Britpop in Kellerbar-Atmosphäre
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20:41 04.12.2009
Lagerfeuer-Britpop: „The Sons“ im Göttinger Club Pools. Quelle: CR
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Nach einem Auftritt im schweizerischen Bern spielen das Quartett erst ihr zweites Semi-Akustik-Konzert überhaupt. Und das tun sie hervorragend. Jede Wette, dass sie mindestens eine Scheibe von Crosby, Stills, Nash und/oder Young, King Crimson oder CCR im heimischen Plattenregal haben. Sänger Paul schont seine angeschlagene Stimme nicht. „Zwei Tage zuvor war sie fast weg“, erzählt er in der Konzertpause. Trotzdem balanciert er sicher zwischen Brust- und Kopfstimme und die leichte Heiserkeit verleiht den Stücken sogar mehr Tiefe und Emotion.

Fröhlich spielen sich die sympathischen Musiker durch zwei Sets und lassen sich stilistisch nicht festlegen. Immer wieder tauchen Irish-Folk-, Blues- und Country-Rock-Elemente in ihren melodiös geprägten Stücken auf – Lagerfeuer-Britpop.
Bassist Lee überzeugt durch knackiges Spiel. Immer wieder übernimmt der Mann mit dem Peter-Wyngard-Bart auch die zweite Gesangsstimme. Multiinstrumentalist Stew bespielt neben dem E-Piano auch die zweite Gitarre, Bluesharp, Bongos und eine kleine Lap-Steel im flotten Slide.

Halten sich im ersten Set Balladen und Uptempo-Nummern die Waage, legen die Briten im zweiten Teil noch Kohlen nach. Der Abend endet mit einem Wunschkonzert. „Blackbird” (Beatles), „Bad moon rising” (CCR) und „I heard it through the grapevine” (Smokey Robinson) geben die Briten zum Besten. Jeder dieser Klassiker wird gewürdigt. Die Band versteht es ausgezeichnet ihren eigenen Stil einzubringen ohne einen Titel einfach platt zu covern. Interpretieren statt nachspielen heißt das Motto. Der Nachschlag zaubert auch dem letzten Besucher ein Lächeln aufs Gesicht: „Make me smile“ von Steve Harley & Cockney Rebel. Wetten dass auch die Scheibe im Plattenschrank steht?

Von Christoph Mischke

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