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Bund der glücklosen Künstler

„La vie d’artiste" Bund der glücklosen Künstler

Es gibt zwei Arten von Künstlern: Die, die Glück haben und die, die kein Glück haben,“ erklärt die Agentin der Schauspielerin Alice (Sandrine Kimberlain). Alice gehört zu den letzteren: Statt auf der Bühne zu stehen, synchronisiert sie japanische Manga-Trickfilme. Neidisch blickt sie auf alle, die mehr Erfolg haben.

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Erträgt keine falschen Töne: Cora (Émilie Dequenne, r.) übernimmt das Mikrophon.

Quelle: Haut et Court

Im französischen Film „La vie d‘artiste“ erzählt Regisseur Marc Fitoussi – zur Zeit dreht der 35-Jährige mit Isabelle Huppert – vom Leben dreier Künstler, die sich auf dem Weg zum Erfolg immer wieder verlaufen. Die Produktion ist eine Weiterentwicklung eines seiner Kurzfilme, der von einer erfolglosen Schauspielerin handelt.
Jetzt kommen noch zwei weitere Geschichten hinzu: Sängerin Cora (Émilie Dequenne) träumt von ihrem Namen auf Konzertplakaten. Doch stattdessen verliert sie ihren Job in einer Karaoke-Bar, weil sie das Unvermögen der Laiensänger zu unterbinden versucht. Der dritte im Bunde der glücklosen Künstler ist Lehrer Bertrand (Denis Podalydès). Er leidet unter einer Schreibblockade und will zudem nicht einsehen, dass er keinerlei Talent besitzt.
Steiniger Weg zum Ruhm
Doch dann scheint sich das Blatt zu wenden: Alice soll für ihre erkrankte Freundin auf der Bühne einspringen, Cora erhält das Angebot, für einen berühmten Ex-Chansonnier zu singen, und Bertrand fällt das brillante Manuskript eines seiner Schüler in die Hände.
Jeder Handlungsstrang zeigt eine eigene Geschichte und die drei Hauptdarsteller laufen sich nur kurz über den Weg. Trotzdem wirkt der Film nicht wie Stückwerk, sondern erzählt à la Short Cuts auf sehr amüsante Weise vom steinigen Weg zum Ruhm, enttäuschten Hoffnungen und albernen Eitelkeiten.
In Anwesenheit des Regisseurs läuft der Film im Rahmen des Europäischen Filmfestes im Göttinger Kino Lumière, Geismarlandstraße 19, am Sonnabend, 28. November, um 19 Uhr, in der Originalfassung mit englischen Untertiteln.

Von Corinna Berghahn

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