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Christoph-Mathias Mueller dirigiert das vorösterliche Konzert

Chef des Göttinger Symphonie-Orchesters Christoph-Mathias Mueller dirigiert das vorösterliche Konzert

„Es ist eines seiner stärksten Stücke“, schwärmt Christoph-Mathias Mueller, Chefdirigent des Göttinger Symphonie-Orchesters, von der „Symphonie liturgique“ des Schweizer Komponisten Arthur Honegger (1892-1955), „Gewisse Werke von ihm haben eine unglaubliche Kraft, und diese Symphonie gehört auf jeden Fall dazu“, ergänzt er.

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„Das ist eine ganz unmittelbare Musik“: Christoph-Mathias Mueller ist begeistert von den Kompositionen Ernest Blochs.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Mit dieser Symphonie beendet das Göttinger Symphonie-Orchester sein vorösterliches Konzert am Freitag, 21. März, in der Göttinger Stadthalle, das entsprechend diesem Werktitel unter dem Motto „Liturgisch“ steht.

Die „Symphonie liturgique“ hat Mueller bereits zweimal geleitet, einmal mit dem Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks und einmal bei den Luzerner Festwochen mit dem Mahler-Jugendorchester in Anwesenheit von Honeggers Tochter, die von dieser Aufführung begeistert war.

In dem Konzert soll es nicht um kirchliche Liturgien gehen, etwa um lange Fürbitten­gebete, sondern um Musik, in denen die Komponisten ihren Glauben bekunden. Honegger steht für das protestantische Christentum. Seinen katholisch-christlichen Glauben hat der französische Komponist Olivier Messiaen (1908-1992) in seinem frühen Orchesterwerk „Les Offrandes oubliées“ aus dem Jahre 1930 in Töne umgesetzt.

„Schelomo“ von Ernest Bloch

Er hat dieses Werk ein „Altar-Triptychon“ genannt, dessen drei Teile vom Kreuz, von der Sünde und der Eucharistie, also dem Abendmahl handeln. Dazwischen steht ein ganz besonderes Werk aus der jüdischen Glaubenswelt: „Schelomo“ von Ernest Bloch (1880-1959) für Violoncello und Orchester.

Es hat das alttestamentarische Buch Prediger Salomo zum Inhalt. Bloch stützt sich darin auf alte hebräische Melodien und nähert sich in seiner eigenen musikalischen Sprache diesem Idiom an.

Das Bloch-Werk dirigiert Mueller in diesem Konzert zum ersten Mal in seiner Karriere. Solist ist der international renommierte deutsche Cellist Gustav Rivinius. Von Blochs Musik ist der Dirigent schon sehr lange fasziniert: „Seit ich Teenager bin“. „Das ist eine ganz unmittelbare Musik“, sagt er begeistert.

Mit Messiaen befasst sich Mueller derzeit besonders intensiv. „Die zarten Stellen“, so Mueller über die „Offrandes oubliées“, „haben geradezu eine berückende Schönheit“.

Von Michael Schäfer

Das Konzert „Liturgisch“ am Freitag, 21. März, beginnt um 19.45 Uhr in der Göttinger Stadthalle, Albaniplatz 2.

Karten gibt es unter anderem bei den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen, Jüdenstraße 13c, und Duderstadt, Auf der Spiegelbrücke 11.

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