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Comedian Ralf Schmitz in der Göttinger Stadthalle

„Schmitzophren“ Comedian Ralf Schmitz in der Göttinger Stadthalle

Wisst ihr, das ist so nett mit euch, wir lassen das Programm heute einfach weg!“ Ralf Schmitz begeistert das Publikum vor allem durch Situationskomik und Improvisationstalent. Er mischt mit Ulk und Übermut die volle Göttinger Stadthalle auf, holt immer wieder jemanden aus dem Publikum auf die Bühne und bekrümelt die ersten Zuschauerreihen mit Popkorn und Pommes.

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Comedian in Aktion: Ralf Schmitz bespaßt das Göttinger Publikum.

Quelle: Vetter

Von null auf hundert binnen Sekunden: Schmitz ist wie aufgezogen, energiegeladen vom Scheitel bis in die Zehenspitzen und gibt sich auf der Bühne so enthusiastisch wie im Fernsehen. Sein aktuelles Bühnenprogramm „Schmitzophren“ gibt ihm die Freiheit, die er braucht: er springt rastlos von Rolle zu Rolle, vom Professor, der seinen Vortrag durch seine Tourettetics (pfeifen, schlafen, aufstampfen, „Kuckuck“ rufen) zur Lachnummer macht hin zur brüllend komischen Pantomime eines Mannes, der im Bad von seinem eigenen Rasierapparat angegriffen wird. Schmitz singt, tanzt, parodiert, bespritzt das Publikum mit Champagner und wirkt dabei wie ein hyperaktiver Gummiball.

Das alles macht er in rasendem Tempo und mit einer so tollpatschigen Miene und Ernsthaftigkeit, dass es die Zuschauer irgendwann vor Lachen und Euphorie kaum noch auf den Stühlen hält. „Ich weiß auch nicht wo das herkommt, es muss einfach raus!“ kommentiert Schmitz seine spontanen Einfälle und Mätzchen.

„Du hast echt ’n Knall!“ lacht Jutta aus der ersten Reihe und trägt es mit Fassung, als Schmitz feststellt, dass sie dem Vogel Bibo aus der Sesamstraße ähnlich sehe. Von dem Moment an wird sie immer wieder angesprochen, einbezogen und landet schließlich in einer „ver-Schmitzophren-ten“ Version des Sketches „Dinner for one“ als „Miss Bibo“ im stilechten schwarzseidenen Abendkleid und weißer Perücke auf der Bühne. Dort diniert sie mit von Schmitz parodierten verstorbenen Komikern. „Prost, du kleines Poffertje, du!“ gratuliert Rudi Carell, bevor Butler Ralf abermals über den Kopf von „Shawn dem Schaf“ stolpert und ein Silbertablett mit Essensresten quer über die Bühne schleudert.

Katze mit Knällen

Als bekennender Tierfreund meint Schmitz über seine eigene 24-jährige Katze: „Katzen haben alle ’n Knall, aber meine Katze hat mehrere Knälle!“ Dann beginnt er, sich mit dem Publikum über den Standort von Katzenklos auszutauschen.

Wenn Schmitz beim Autofahren passend zur Radiomusik ein Fastfoodmenü isst, müssen die ersten Reihen dran glauben: Nachdem die Hühnchensauce „süßsauer“ schon im Publikum gelandet war, werden auch die Pommes dorthin katapultiert, obwohl sie kurz vorher noch als Panflöte gedient haben. Nach so viel Ausgelassenheit und unbekümmertem Krawall resümiert Ralf Schmitz atemlos und strahlend „Es war ein Riesenabend!“, was vom feiernden Publikum mit tosendem Applaus bestätigt wird.

Von Indra Hesse

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