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Das Jugend-Sinfonie-Orchester in der Aula der Uni Göttingen

Herzensangelegenheiten Das Jugend-Sinfonie-Orchester in der Aula der Uni Göttingen

Die „Jupiter-Sinfonie“ und das Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart zählen zu den reifen Meister­werken des Komponisten. Leicht könnte ein Laienorchester sich an ihnen verheben.

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Professionell: Mit Bravour meistern die jungen Musiker das Mozart-Programm.

Quelle: Heller

Göttingen. Nicht jedoch das Jugend-Sinfonie-Orchester Göttingen: Unter Leitung von Daniel Eismann und Alon Sariel meisterten die jungen Instrumentalisten ihre Aufgaben am Sonnabend mit Bravour. Mit Konrad Linkmann stellten sie den Solisten des Abends zudem aus den eigenen Reihen: Das Publikum in der voll besetzten Uniaula zeigte sich restlos begeistert.

Ein (fast) reiner Mozartabend begann mit der jugendfrischen Ouvertüre zur „Entführung aus dem Serail“: Der 25jährige Mozart sah seiner Heirat mit Konstanze Weber entgegen und schrieb entsprechend feurig: So ist die Ouvertüre voll freudiger Erwartung und übermütigem Sturm und Drang.

Das Jugend-Sinfonie-Orchester  setzte dies lustvoll um, spielte mit dem Schlagwerk der türkischen Janitscharenmusik und jugendlicher Begeisterung: ein Vergnügen.

Anschließend erklang das Klavierkonzert Nr. 23 in A-Dur. Es gehört zu einer Reihe von 12 Klavierkonzerten, die Mozart zwischen 1784 und 1786 in weniger als drei Jahren schuf. Meisterwerke sind sie allesamt, doch steht das A-Dur-Konzert in der Publikumsgunst am höchsten. Der Musikkritiker Attila Csampai vernimmt in ihm gar „die Tonart des Herzens“.

Den richtigen gefunden

Tatsächlich artikulieren sich in dem herrlichen Klangstrom seelische Regungen in einer Fülle, die selbst bei Mozart überrascht. Konrad Linkmann am Klavier machte diese Fülle als emotionalen Reichtum erlebbar und spürte den Herzensangelegenheiten hellwach und mit schönem, rundem Tone nach. Fantastisch, wie sensibel der 19-Jährige auch die Tiefe des Adagiosatzes (in traurigem f-Moll) auslotete.

Für die „Jupiter-Sinfonie“ übernahm der Israeli Alon Sariel die Stabführung von seinem Kollegen Eismann. Wieder fand das Jugend-Sinfonie-Orchester den richtigen Ton für eine Musik, die als Höhepunkt der Wiener Klassik und somit der Klassik überhaupt gilt.

Besonders der fulminante Finalsatz riss die Zuhörer mit. Jubelnd, trampelnd und mit stürmischem Applaus machte das Publikum seiner Begeisterung Luft und erwirkte als Zugabe den Ungarischen Tanz Nr. 1 von Johannes Brahms.

Von Matthias Körber

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