Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Das Junge Theater geht in die Sommerpause

60 Jahre Schauspielerei Das Junge Theater geht in die Sommerpause

Die Spielzeit 2016/17 im Jungen Theater (JT) Göttingen, Hospitalstraße 6, geht zu Ende und das Theater ab Juli in die Sommerpause. Die kommende Spielzeit beginnt am Freitag, 25. August. Die Saison ist eine besondere, das JT feiert damit sein 60-jähriges Bestehen.

Voriger Artikel
"Hauptsache die Musik bleibt im Kopf"
Nächster Artikel
Pop-Punk mal anders

„Urfaust“ und „Barbara. Gegen das Vergessen.“ kommen in das Junge Theater Göttingen.

Quelle: r

Göttingen. Die Geschichte vom kommunistischen Känguru, das seinem Besitzer, einem Kleinkünstler, ein chaotisches Leben beschert, hat schon in der vergangenen Theater-Saison für viel Interesse des Publikums gesorgt. Deshalb wird das JT „Die Känguru-Chroniken“, im Original von Marc-Uwe Kling, auch in der kommenden Spielzeit zeigen.

Mit der ersten Premiere der Saison wartet das JT am 9. September auf. Um 20 Uhr zeigt das Theater „Urfaust“ von Johann Wolfgang Goethe. Die Geschichte des Goethe-Klassikers dreht sich um den jungen Faust, der akademisch bestens ausgebildet ist, aber sich dennoch nich erfüllt fühlt. Er begibt sich in die spirituelle Welt und erlebt Abenteuer und Liebe. Für das Junge Theater ist es zusätzlich ein bedeutendesStück, da es die erste Vorstellung zur Gründung des Hauses vor 60 Jahren war.

Der Beitrag des JT zum Luther-Reformationsjahr feiert am 16. September Premiere. „Judas“ stellt die bekannte biblische Geschichte des Verrats an Jesu aus einem anderen Blickwinkel dar. Judas erzählt, wie es damals wirklich gewesen sei, und dass Jesus ohne ihn nicht den Status im Christentum erlangt hätte, den er heute hat. Dazu hat sich das Theater einen speziellen Aufführungsort gesucht: vor der Kanzlei der Kirche St. Johannis, Johanniskirchhof 2.

Eine Geschichte, die Jung und Alt zum Nachdenken anregt, debütiert am 15. Oktober: „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Das Märchen erzählt auf liebevolle Art von der Reise des kleinen Prinzen zu verschiedenen Planeten und der Suche nach Menschlichkeit und Freundschaft.

Mehr als ein Theaterstück ist „Barbara. Gegen das Vergessen.“, das am 21. Oktober erstmals aufgeführt wird. Es handelt von dem Besuch der seit 20 Jahren verstorbenen Chanson-Sängerin Barbara in Göttingen 1964. Die Halbjüdin war hin und hergerissen angesichts eines Auftritts in Deutschland, nur einige Jahre nach der systematischen Verfolgung der Juden. Mit Live-Musik von Peter Christoph Scholz und Christian Vilmar ist das Stück ein Appell ans Nicht-Vergessen der tragischen Geschehnisse in den 30er Jahren und darüber hinaus.

Auch in der Spielzeit 2017/18 wird es wieder eine JT-Rock-Show geben. Unter dem Titel „Satisfaction“ erwartet die Zuschauer am 12. Januar 2018 ein rivalisierende Musikshow zwischen den Rolling Stones und den Beatles.

Die erste englische Eigenproduktion des Theaters ist „Ursel & Jacky“, die Premiere ist am 21. Januar 2018. Das Thema ist komplex: die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Die kleine Ursel sehnt sich nach Anerkennung und Aufmerksamkeit ihrer Eltern, die nur ihrem verstobenen Bruder hinterhertrauern, den sie nicht kennen gelernt hatte.

Vor 20 Jahren war die Inszenierung von Pop-Literatur das Herzstück des JT. Mit der szenischen Umsetzung von „Panikherz“, geschrieben von Benjamin von Struckrad-Barre, am 17. März 2018, wirft das Theater einen Rückblick auf diese Zeit und erzählt gleichzeitig von dem Leben des bekannten Göttinger Literaten Stuckrad-Barre.

Die letzte Premiere in der Spielzeit ist eine Hommage an die 68er-Bewegung. Am 27. April tauschen sich junge Erwachsene über die Erlebnisse ihrer Eltern und Großeltern vor 50 Jahren aus.

Informationen zu allen Premieren und Folgevorstellungen sowie Tickets gibt es unter junges-theater.de.

von Natascha Holstein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
NDR2-Soundcheck: Statements von der Open City Stage am Sonntag