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10:51 08.05.2013
Von Peter Krüger-Lenz
Das neue Leitungsteam des Jungen Theaters Göttingen: Dramaturg Udo Eidinger und Regisseurin Eva-Maria Baumeister. Quelle: Heller
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Göttingen

Eine Interimslösung, bis die Zusammenarbeit zwischen JT und Deutschem Theater geklärt ist, erläuterte der amtierende Intendant Andreas Döring, dessen Vertrag mit Ende der Spielzeit aufgelöst wird. Gestern hat das neue Team seinen Spielplan für die Saison 2013/14 in dem Haus am Wochenmarktplatz vorgestellt.

Es seien zwei Säulen, auf denen der Spielplan stehe, erklärte Eidinger. Viele Produktionen werden einen Göttingen-Bezug haben, „wenn auch nicht auf Teufel komm raus“, so Eidinger. Und man sucht die Kooperation mit Regieteams. Beide Säulen sollen gleich zum Auftakt tragen.

Am Donnerstag, 5. September, hat die Produktion „Gespenster in Göttingen“ Premiere, ein Familiendrama nach Henrik Ibsen“.

„Gespenster“ lautet der Originaltitel, im JT kommt Lou Andreas Salome dazu, die die erste Praxis für Psychotherapie in Göttingen eröffnete. Daniela Dröscher schreibt diese Figur zu dem Ibsen-Text, eine erste Kooperation mit Baumeister, die Regie führt. Weitere folgen.

„Dass nach dem Tag die Nacht kommt“ heißt das Stück, das am Sonnabend, 19. Oktober, Premiere hat. Der Text richtet sich an Erwachsene, gespielt werden darf es nur von zehn- bis 16-Jährigen. So hat es der Verlag verfügt. Regisseurin Agnes Giese, Theaterpädagogin Tiana Kruskic und Eidinger leiten die Produktion.

Geschrieben hat Tim Etchell dieses Stück, das Sätze aufgreift, die Autoritätspersonen an Kinder und Jugendliche richten.

Eine Uraufführung steht am Sonntag, 20. Oktober, auf dem Programm. „Wer glaubst du was“ heißt die Produktion, für die Schauspieler des JT-Ensembles mit dem „Figurentheater Walter und Kollegen“ zusammenarbeiten. Hier sollen Objekt-, Figurentheater und Schauspieler aufeinander treffen.

Eine eigene Fassung von Mark Twains Tom-Sawyer-Geschichten soll am Sonnabend, 16. November, Premiere haben: „Tom und Huck“. Wer Regie führt, ist noch offen, aber „es war früher mein Lieblingsbuch“, sagt Baumeister.

Auch Tim Egloff wird wieder am JT inszenieren. „Bezahlt wird nicht“ heißt die Produktion, die am Sonnabend, 30. November, Premiere hat. Geschrieben hat das Stück Dario Fo. Im Jahr 2011 hat Judith Schalansky den Bildungsroman „Der Hals der Giraffe“ veröffentlicht. Baumeister inszeniert den Stoff, Premiere ist am Donnerstag, 30. Januar.

Die Geschichte zweier Hochstapler bringt Jan Langenheim mit „Krull/Ripley“ zusammen. Der Regisseur hat vor Jahrzehnten das Theater im Ballhaus in Grone gegründet, jetzt kehrt er nach Göttingen zurück. Seine Premiere ist für Sonnabend, 1. Februar, geplant. Das Regiekollektiv „Prinzip Gonzo“ arbeitet im Frühjahr im JT. „Edgar und Annabel“ heißt dessen Produktion, die am Sonnabend, 5. April, erstmals zu sehen sein wird.

Mit einem Opernprojekt endet die Zeit der Spielzeit-Premieren im JT. Am Sonnabend, 31. Mai, startet die Inszenierung, für die Baumeister mit der von ihr gegründeten Gruppe „Kidnap Someone and make him happy“ verantwortlich zeichnet. Bislang noch auf der Kippe steht das Engagement der Performance- und Tanzgruppe „Bodytalk“.

Sie soll ein Stück mit Göttingen Bezug und Abstechern in den Stadtraum realisieren. Der Termin ist noch offen.

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