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Regional Delay-Disko in der Stadthalle Göttingen
Nachrichten Kultur Regional Delay-Disko in der Stadthalle Göttingen
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00:28 22.03.2015
Der „Chef-Styler“: Jan Delay in der Göttinger Stadthalle. Quelle: Teodoro da Silva
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Göttingen

Stimmung ist wichtig. Vor allem bei einem Konzert. Zum Anheizen hat sich Delay deshalb die Münchener Formation Moop Mama mitgebracht. Tuba, andere Blechblasinstrumente und Marschkapellen-Trommeln erinnern eigentlich an Schützenfestmusik. Doch den Gedanken pustet die zehnköpfige Gruppe mit frech gerappten  „Urban-Brass“ schnell weg und bereitet den Weg für die Delay-Disko.

Er habe gehört, dass die Menschen in Göttingen Balladen mögen, sagt Delay. Dann „schwofen wir eben ein bisschen.“ Aber für ein „akustisches ZDF“ sind die Musiker natürlich nicht „direkt aus Hamburg-City“ gekommen. Delay ist zwar ein Verzögerungseffekt in der Musikproduktion, doch der  39-Jährige kommt direkt zur Sache: Spätestens mit seinem Hit „Klar“ hat der Entertainer das Publikum im Griff. Die Feierwilligen sind auf jeden Fall richtig bei Jan Delay.
Songs von den Alben Mercedes-Dance und Wir Kinder vom Bahnhof Soul feiert das Publikum am meisten. Aber eigentlich ist Delay unterwegs, um sein neues Album „Hammer & Sichel“ zu präsentieren. Der Funk-und-Soul-Meister der Popkultur aus den vergangenen Jahren ist auf Rocktour.  Kein klassischer Rock – eben solcher mit der gewissen Delay-Note. Für langsamere Songs der Platte wie „Herz4“ sind die Fans allerdings nicht in die Stadthalle gekommen. Sie wollen „richtig dancen“ und das geht am besten bei Stücken wie „Sie kann nicht tanzen“ und „Action“, welches sich der Musiker auch gut auf die, in Leoparden-Look gehaltene Fahne hätte schreiben können. Glamour darf nicht fehlen. Eine Show, die fast nicht zur Ruhe kommt. Musik, die zum feiern einlädt. Gute Laune für die breite Masse.

Delay macht keinen Hehl daraus, dass er sich nicht auf ein Genre festnageln lässt. Er nimmt sich das, was Spaß macht und Erfolg verspricht. Songs wie „Türlich, Türlich“ und „Thrift Shop“ passen ebenso in das Programm, wie Raggae oder Cover von Bands wie Guns N’ Roses, Blur oder den Red Hot Chili Peppers. Und genau so lässt sich dann auch das Publikum animieren. Einfrieren, wenn die Musik aufhört, mit Stoffen zu wedeln oder eben die Atmosphäre genießen. Jan Denlay gehört einfach zu den Entertainern auf die man sich einlassen muss.

Von Friedrich Schmidt

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Foto: Theodoro da Silva
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