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Regional Den Nerv ihrer Generation getroffen
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20:09 23.11.2009
„Dreist“: Sänger und Gitarrist Dennis Uhlendorf. Quelle: Heller
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Bewerben konnten sich junge Bands aus der Region Göttingen, aus denen eine Jury die vier Besten aussuchte. Vor ihrem Auftritt konnten die Bands mit professionellen Coaches an ihrem Image und ihrer Musik feilen. Für die Workshops standen unter anderem Tom Spötter (Out-O-Space), Musiker Jan Hagerodt (Seedcake) und Sänger Gregor Jess (Seven Up) bereit. Die Ergebnisse der Arbeit konnte das Publikum am Sonnabend beim Abschlusskonzert auf der Bühne des Jungen Theaters erleben.

Den Anfang machte „Niniel“, deren Musik sich am treffendsten mit Gothic-Folk-Rock beschreiben lässt. Ein Mix aus Cranberries, The Corrs und Dubliners auf Speed, ist eingängig und besitzt mit der exzellenten E-Geige ein Glanzlicht. Zu einem volleren Klangteppich fehlt der Band jedoch eine Gitarre, und der Gesang von Sängerin Imke trifft zwar die monotonen Passagen einer Dolores O’Riordan recht gut, wird aber auf Dauer doch etwas eintönig.
Als nächstes sind „Dreist“ an der Reihe. Obwohl im Schnitt erst fünfzehn Jahre alt, bringen die Musiker offenbar Bühnenerfahrung mit. Mit selbstgeschriebenen Songs begeistern sie ihre zahlreichen Fans, und obwohl die Texte bisweilen sperrig wirken, merkt an der Reaktion des Publikum, dass sie den Nerv ihrer Generation treffen.

Härtere Gangart

An der Reaktion des Leadsängers auf den mehrfach aus dem Publikum geäußerten Wunsch „Ich will ein Kind von Dir“ mit einem trockenen „Alle auf einmal?“ zeigt sich eine gewisse Abgeklärtheit, die der Band aber auch zuweilen im Wege steht. Noch fehlt etwas mehr Spannung auf der Bühne.

Weiter geht es danach mit „Separated Minds“ und ihrer Mischung aus Rock, Grunge und Alternative. Trotz der härteren Gangart ist das Repertoire der Band für breitere Hörerschichten geeignet, und vor allem Sänger Dennis Busse hat von allen Vokalisten des Abends das breiteste Spektrum. Seine variable Stimme trägt durch alle Stücke, wird aber leider manchmal durch den Rest der Band überdeckt. Den Abschluss des Abends bestreiten „Treehouse“ mit Punkrock in der Tradition von The Clash voller Spielfreude und Begeisterung. Ein kurzweiliger Abend und vier junge Bands mit Potenzial lassen gespannt auf das nächste Jahr hoffen. Denn auch dann wird es wieder heißen: „Rock Your Town“.

Von Jan Vetter

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