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Regional „Der Fall Böse“: Tanzbarer Hip-Hop im Pools
Nachrichten Kultur Regional „Der Fall Böse“: Tanzbarer Hip-Hop im Pools
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00:18 19.04.2013
Aus Sankt Pauli: Der Fall Böse. Quelle: EF
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Göttingen

Die sieben Jungs aus Sankt Pauli sollten aber wissen, dass die Qualität eines Abends nicht von der Anzahl der Zuschauer abhängt – schließlich ist die Kneipe, in der Dampfplauderin und Kabarettistin Ina Müller ihre erfolgreiche Late-Night Show „Inas Nacht“ dreht und wo die Hamburger Band im Februar gastierte, räumlich ebenfalls sehr begrenzt.

Und so beweist „Der Fall Böse“ innerhalb von 90 Minuten, dass sie zu Recht bereits im Fernsehen zu sehen und zu hören waren. Herb-humorvoller Gute-Laune-Hip-Hop, tanzbarer Ohrwurm-Rock, zwei Saxophone, kreative Texte, ein paar norddeutsch-rustikale Kommentare, das Ganze in einer Lautstärke, die dem konzerterprobtesten Trommelfell neue Maßstäbe setzt, plus die rauchige Stimme des Lead-Sängers Burns ergeben eine Stimmung, als sei der ganze Kiez im Keller des Pools zu Besuch.

Gast rastet aus

Die Göttinger liefern wiederum den Beweis für die Party-Qualität eines überschaubaren Publikums. Vielleicht sorgt auch der eigenbrötlerische, stark berauschte Gast, der im Laufe des Abends ausrastet, weil ihm niemand einen Schluck Bier abgeben will und der daraufhin von einigen mutigen Männern tatkräftig zum Ausgang befördert wird, dafür, dass sich die Hamburger Jungs an diesem Abend ein wenig „wie auf der Reeperbahn“ fühlen.

Die Coverversion von Trashmen’s „Surfing Bird“ setzt dem Abend sowie den Musikern die Stimmungs-Krone auf, und wenn Sänger Burns nicht irgendwann seiner Nikotinsucht hätte nachgeben müssen, wären den zwei Zugaben sicherlich noch einige gefolgt.

Von Katharina Kilburger

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