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Regional Zwei Premieren zum Spielzeitauftakt
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14:51 21.09.2017
Rebecca Klingenberg (links) spielt Fräulein Agnes, mit dabei sind Florian Eppinger und Angelika Fornell. Quelle: R
Göttingen

Mit „Homo Emphaticus“ startete Erich Sidler 2014 seine Intendanz am Deutschen Theater. Rebekka Kricheldorf hatte es geschrieben, Sidler bei der Uraufführung Regie geführt. Dieselbe Konstellation zeichnet nun wieder verantwortlich für den Spielzeitauftakt.

Kricheldorf hat eine Komödie geschrieben, ein Porträt der kreativen Bohème. Agnes ist Bloggerin. Sie rezensiert leidenschaftlich alles, was auch im weiteren Sinne mit Kultur und Livestyle zu tun hat. Und Agnes ist schonungslos ehrlich. Sie zeigt mit spitzem Finger auf all die Schwächen der Werke und Künstler. Ihrem Sozialleben ist das selbstverständlich nicht förderlich. Man meidet Agnes in der Kultur- und Medienbranche. Sie gilt als Misanthropin. Dabei ist doch ein halbwegs offener Umgang miteinander überlebenswichtig in den Kultur- und Medienbranchen. Ist also Agnes die einzig ehrliche in der Riege der lächelnden und verlogenen Kulturarbeiterarbeiter? Oder fehlt ihr schlicht Menschlichkeit?

Sidler inszeniert diese böse Komödie mit einer achtköpfigen Besetzung. Rebecca Klingenberg spielt die Agnes. Mit ihr auf der Bühne, die Friedel Vomweg entworfen hat, stehen Angelika Fornell, Marius Ahrendt, Christoph Türkay, Gaia Vogel, Felicitas Madl, Florian Eppinger und Florian Donath. Die Kostüme hat Bettina Latscha entworfen und Jan-S. Beyer hat Musik für die Produktion geschrieben.

Von Kricheldorff standen während der Intendanz Sidlers nunmehr drei Stücke auf dem Programm. Auch von Mouawad sind bereits Stücke auf dem Spielplan des DT gelandet. Jetzt inszeniert Brit Bartkowiak „Himmel“, eine spannungsreiche Geschichte Terrorismus und finstere Familiengeschichte. Eine Sonderkommission des Geheimdienstes ist zurückgezogen in lebensfeindlicher Umgebung stationiert. Ihr Auftrag: das Überwachen der Kommunikation terroristischer Gefährder. Dabei gerät das Team an zwei Spuren, die sich zu widersprechen scheinen. Doch geht daraus ziemlich deutlich hervor, dass ein großer Anschlag bevorsteht. Die als Finte angelegte Spur muss schleunigst identifiziert werden. Dann nimmt sich der Chefanalytiker Masson das Leben. Sein Selbstmord könnte mit den Nachforschungen in Zusammenhang stehen. Szymanowski, ein Schüler Massons, übernimmt die Nachforschungen – und entdeckt dabei Zusammenhänge mit der Familiengeschichte seines Lehrers. Der Terror ist näher als vermutet und könnte die Gesellschaft weitaus drastischer erschüttern als bislang vermutet.

Regisseurin Bartkowiak kann auf ein siebenköpfiges Ensemble bauen. Dazu gehören Moritz Schulze, Andrea Strube, Marie Seiser, Gerd Zinck, Benjamin Kempf, Florian Donath und Florian Eppinger. Das Bühnenbild hat Nikolaus Frinke entworfen, die Kostüme Carolin Schogs. Für die Musik zeichnet Ingo Schröder verantwortlich.

„Fräulein Agnes“ steht am Freitag, 22. September, auf dem Programm, „Himmel“ am Sonnabend, 23. September. Beide Vorstellungen im Großen Haus des Deutschen Theaters Göttingen, Theaterplatz 11, beginnen um 19.45 Uhr. Karten gibt es an der Theaterkasse und Telefon 05 51 / 49 69 300.

Von Peter Krüger-Lenz

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