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Deutsches Theater erhält Preis

Auszeichnung Deutsches Theater erhält Preis

Die Stiftung Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage vergibt ihren diesjährigen Preis der Deutschen Theaterverlage an das Deutsche Theater Göttingen. Das Haus werde für seine leidenschaftliche und nachhaltige Förderung von Gegenwarts­dramatik ausgezeichnet, teilt die Stiftung mit.

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Erich Sidler startete seine Intendanz am Deutschen Theater mit der Inszenierung „Homo Empathicus" von Rebekka Kricheldorf. Uraufführung war am 3.Oktober 2014.

Quelle: R

Berlin/Göttingen.  

Die Stiftung Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage vergibt ihren diesjährigen Preis der Deutschen Theaterverlage an das Deutsche Theater (DT)Göttingen. Das Haus werde für seine leidenschaftliche und nachhaltige Förderung von Gegenwartsdramatik ausgezeichnet, teilt die Stiftung mit.

Eine Jury sprach dem Haus am Wall den Preis zu. Das Gremium begründete seine Entscheidung mit dem Engagement des Leitungsteams um Intendant Erich Sidler für zeitgenössische Autorenschaft. Schon zum Start seiner Intendanz in Göttingen im Jahr 2014 brachte Sidler mit „Homo Empathicus“ ein Stück auf die Bühne, das die Autorin Rebekka Kricheldorf im Auftrag des Theaters geschrieben hatte. Die Jury weiter: „In der laufenden Saison finden sich so zum Beispiel unter elf Schauspiel-Premieren im Großen Haus sage und schreibe sechs Nachinszenierungen moderner Stücke sowie zwei Uraufführungen.“

Lob gibt es auch für den Chefdramaturgen Matthias Heid. Er sei „für Autoren wie für Verlage ein geradezu wünschenswert guter Gesprächspartner: interessiert, aufgeschlossen, verbindlich und mit eigenen Schwerpunkten jenseits des Mainstreams.“ Das Gremium würdigte auch, dass die ausländische Dramatik in den DT-Spielplänen präsent sei. Werke unbekannter Autoren, aber auch Stücke, die selbst international selten gespielt würden, entdecke das DT-Team.

„Ja, ich bin überrascht worden“, sagt Sidler. Bislang seien immer große Theater ausgezeichnet worden, und es sei auch nicht gemunkelt worden in der Szene. Er sieht den Preis als „große Auszeichnung, eine große Anerkennung und ein Fokus in der Theaterszene“. Die meisten Häuser wollten Uraufführungen ins Programm nehmen, weil ihnen dann mediale Aufmerksamkeit sicher sei, erläutert Sidler, „nachspielen will niemand. Ich denke aber, dass das geht“. Gerade habe er gute Zuschauerzahlen präsentieren und jetzt auch mit der Auszeichnung im künstlerischen Bereich nachziehen können. Und Sidler betont: Wir machen zeitgenössisches Theater aus Leidenschaft und Überzeugung.“ Das ist auch in der Jurybegründung gewürdigt worden. Dotiert ist der Preis nicht, aber Sidler weiß: „Es ist das Renommee, das zählt.“

Bei der Wahl des Preisträgers muss die Jury eine Reihe von Kriterien berücksichtigen. Inhaltsbezogene Einzel- und Gesamtprogramme bei einem Spielplan müssen die Juroren beachten. Sie müssen die Leitideen für die Gestaltung eines Spielplans beurteilen, die Zusammenarbeit von Autoren und Komponisten mit Theaterdramaturgie und Regie einschätzen, auf die Produktion zeitgenössischer Bühnenwerke achten und theaterpädagogische Projekte würdigen.

Der Jury gehören neben dem Komponisten Manfred Trojahn und den Bühnenverlegern Thomas Maagh auch zwei Autoren an: Lutz Hübner und Kricheldorf. Die Preis wird am 17. Februar 2018 im Anschluss an die Premiere von „paradies fluten“ von Thomas Köck im Großen Haus des Deutschen Theaters verliehen. Bisher wurden vor allem große Häuser ausgezeichnet, im vergangenen Jahr die Staatsoper Hannover, davor das Schauspiel des Staatstheaters Mainz. pek

Von Peter Krüger-Lenz

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