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Regional Berauschendes Partypaket
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00:17 19.10.2016
Mr. Tea And The Minions feierten in der Musa ab.  Quelle: Pförtner
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Göttingen

Entgegen allen Trends zur Digitalisierung bleibt die Band rein analogen Klängen treu. Der Halbtunesier und Leadsänger Soufian Zoghlami spielt Gitarre und Schlagzeug. Ahmed Eid, in Syrien geboren und in Palästina aufgewachsen, lernte zunächst arabische Percussion. Mit achtzehn Jahren kam er nach Lübeck, um Kontrabass zu studieren. Daniel Avi Schneider ist jüdisch-schweizerischer Herkunft, spielt schon seit seiner Kindheit Geige und zusätzlich auch Mandoline. Max von Einem ergänzt das Quartett auf der Posaune, dem Sousafon und an der Snare.

Bukahara, der Name ist ein reines Fantasiewort, beginnen langsam, nehmen dann mit den tiefen Tönen des Sousafons, der leicht rauchig, kratzigen Stimme Zoghlamis und der treibenden Kraft von Kontrabass und Schlagwerk Fahrt auf und eröffnen eine stimmungsvolle Show auf hohem musikalischen Niveau. Den einzelnen Instrumenten wird viel Raum gegeben. Jazzige Bassläufe zu orientalischer Perkussion, das raumgreifende Posaunenspiel von Eimens und tänzerische Einlagen der Violine um den markanten Gesang Zoghlamis legen die Basis für ein intensives Tanzvergnügen.

Zu „Strange Delight“, dem Titelstück ihres aktuellen Albums, heizen sie die Gemüter endgültig auf. Die feiernden Fans wiegen sich in kollektiver Ekstase und Schneider schwingt sich zu einem meisterhaften Geigen Solo auf. Sehr bewegend lässt Zoghlami nur zur Gitarre eine Ballade folgen, bevor er mit dem flottem Spruch „Endspurt, noch zwei bis drei Stücke und dann Tschau Kakao“ das Finale einläutet. Bei dem sehr eingängigen „Eyes wide shut“ übernimmt das Publikum lautstark den Refrain, die Band zieht zum Ende das Tempo an und schafft so einen sehr emotionalen Abschluss.

Als Support spielte die aus Bristol stammende 6-köpfige Band „Mr. Tea And The Minions“ um die Leadsängerin Elle Ashwell auf, eine wilde Truppe mit Zirkusflair. Ashwells schrill schräger Gesang wurde flankiert von den zwei E-Gitarristen James Pemberton, James Tomlinson und James Talbot am Bass. Lucy Razz brillierte auf der Violine. Einziger Deutscher der Band war Fabian Huss an den Drums. Sie boten eine energiegeladene Show mit schnellen Songs zwischen Ska, Dub, Swing, Tango und Balkanfeeling.

Ein berauschendes Partypaket, zu dem die zahlreichen Besucher begeistert abfeierten.

Von Jörg Linnhoff

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