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„Schluss mit lustig“ am Bosporus

Caricatura 7 „Schluss mit lustig“ am Bosporus

„Schluss mit lustig“ heißt eine Kabinettausstellung, die am Mittwoch, 19. Juli, in der Caricatura – Galerie für komische Kunst in Kassel eröffnet wird. Die Organisatoren präsentieren in ihrer Dependence, Werner-Hilpert-Straße 22, eine Schau mit aktueller Satire aus der Türkei.

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Titelblatt der Satirezeitschrift Uykusuz, gezeichnet von Hakan Karadeniz.

Quelle: r

Systemfehler

Kassel. Die Ausstellung „Systemfehler“ läuft noch bis zum 17. September in der Caricatura-Galerie Kassel, Rainer-Dierichs-Platz 1. Sie ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6, ermäßigt 5 Euro.

Sabine Küper-Büsch von der Künstlerinitiative Diyalog Derneği kuratiert die Ausstellung. Sie vereint dabei aktuelle Beiträge der Istanbuler Satiremagazine LeMan und Uykusuz. Hinzu kommen Karikaturen weiterer türkischer Zeichner.

Werke von 50 Cartoonisten kommen auf diese Weise zusammen. Die Künstler positionieren sich mit ihren Arbeiten für Pressefreiheit und zeigen laut der Organisatoren „wie originell, künstlerisch und progressiv in der Türkei zeichnerisch gearbeitet wird. Die Schau zeigt komprimiert die jüngsten Arbeiten der Karikatur-Avantgarde am Bosporus und offenbart dabei, wie künstlerische Arbeit ein Jahr nach dem misslungenen Putschversuch und unter der der Herrschaft von Recep Tayyip Erdoğan möglich – oder eben unmöglich ist. Die Ausstellung offenbart auch die Bildcodes, derer sich die Satiriker bedienen, um weiterhin veröffentlicht zu werden.

Die Ausstellung ist zweisprachig aufgebaut. Führung werden von Personal angeboten, das Türkisch und Deutsch spricht.

Schon seit einigen Jahren pflegen die Mitarbeiter der Caricatura-Galerie Kontakt zu Karikaturisten in der Türkei. Auf auf deren Situation aufmerksam zu machen, haben sie flugs die Türkei zum Gastland der Caricatura 7 erklärt. Zur Ausstellung wird ein Katalog erscheinen.

Schluss mit lustig

Die Ausstellung „Schluss mit lustig“ ist noch bis zum 27. August in der Werner-Hilpert-Straße 1, zu sehen. Der Einitritt hier: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Für Donnerstag, 20. Juli, ist ein Podiumsgespräch mit Küper-Busch und dem Zeichner Tan Cemal Genc geplant. Die Kuratorin lebt als Filmemacherin in Istanbul. Genc sitzt im Vorstand der Istanbuler Künstlerinitiative Diyalog. Er stellt international aus und zeichnet für das unabhängige Online-Portal Radyo Karavan. Zudem produziert er Animationsfilme. Sie liefern Einschätzungen und Berichte zur Lage am Bosporus. Der Abend in den Räumen, Werner-Hilpert-Straße 22, beginnt um 19 Uhr.

Preise

Der Eintritt zum Podiumsgespräch in der Werner Hilpert-Straße 22 ist frei. Eine Anmeldung unter  info@caricatura.de oder unter Telefon 0561/776499 ist notwendig.

Die Caricatura 7 läuft unter dem Titel „Systemfehler“ parallel zur Weltkunstausstellung Documenta 14 in Kassel. Sie zeige eine Bestandsaufnahme des gesellschaftlichen und weltpolitischen Irrsinns. Da repräsentiert das Gastland Türkei eben nur einen Auswschnitt.

Die Organisatoren sind davon überzeugt, dass das neue Jahrtausend schon alt genug ist, um zu hinterfragen, was it der Welt los sei, und zählen auf: Despoten, Chaoten und Idioten. Sie fänden sich in Entscheidungspositionen auf allen Ebenen, sogar als Staatsoberhäupter.

„Satire ist Humor, der die Geduld verloren hat“, zitieren die Organisatoren der Ausstelung Kurt Tucholsky. In dessen Sinne präsentieren sie rund 50 Zeichner, deren Humor längst ungeschlagen ist. Zu sehen sind Zeichnungen, Gemälde, Objekte und Animationen – das gesamte Spektrum der komischen Kunst eben.

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