Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Diese Filme laufen ab Donnerstag in den Kinos der Region
Nachrichten Kultur Regional Diese Filme laufen ab Donnerstag in den Kinos der Region
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:37 14.02.2019
Benni (Jürgen Vogel) stellt Leo (Tim Oliver Schultz) den komatösen Hugo (Nick Julius Schuck) vor. Szene des Films "Club der roten Bänder - Wie alles began Quelle: dpa
Region

Die Kinostarts der Region im Überblick:

Erfolgreiche TV-Serie kommt ins Kino

Über den Tod spricht man in unserer Gesellschaft nur ungern. Und dennoch gibt es ein Bedürfnis, sich mit Themen wie Krankheit und Sterben auseinanderzusetzen, wie der große Erfolg der TV-Serie „Club der roten Bänder“ auf Vox zeigte. Darin verbünden sich sechs schwerkranke Jugendliche im Krankenhaus, um gemeinsam ihrem Schicksal zu trotzen. Mit ihrer Mischung aus niederschmetterndem Drama und hoffnungsvoller Coming-of-Age-Geschichte der jungen Protagonisten konnte die Serie viele Preise und starke Zuschauerzahlen für sich verbuchen. Als der Sender zwei Jahre später ihr Ende beschloss, überraschte der Schritt. Doch da der Hype um „Club der roten Bänder“ nach wie vor spürbar ist, beenden die Serienschaffenden ihr Projekt nun im Kino - Fanservice pur!

Der Kinofilm erzählt nun die Vorgeschichte: Wenige Wochen bevor Leo (Tim Oliver Schulz), Jonas (Damian Hardung), Emma (Luise Befort), Alex (Timur Bartels), Hugo (Nick Julius Schuck) und Toni (Ivo Kortlang) zum „Club der roten Bänder“ werden und gemeinsam ihren Krankenhausalltag bestreiten, durchleben sie unabhängig voneinander schwere Schicksalsschläge.

Alex (Timur Bartels), Leo (Tim Oliver Schultz), Toni (Ivo Kortlang) und Jonas (Damian Hardung) sonnen sich auf dem Dach des Krankenhauses. Szene des Films "Club der roten Bänder - Wie alles begann". Quelle: dpa

Allen voran Leo und dessen Familie: Nach einer Krebsdiagnose muss ihm nicht nur das Bein amputiert werden, auch seine Mutter stirbt an den Folgen eines wiederkehrenden Tumors. Derweil bekommt die essgestörte Emma Probleme mit der Polizei. Jonas’ Bruder hört selbst dann nicht auf, ihn zu schikanieren, als dieser mit einer schlimmen Diagnose konfrontiert wird. Alex leidet unter dem Weggang seiner Mutter, der autistische Toni wiederum versucht verzweifelt, Freunde zu finden, und Hugo liegt nach einem Unfall im Koma.

In der Serie „Club der roten Bänder“ wendeten die Drehbuchautoren für jede Hauptfigur eine ähnliche Erzählzeit auf; ganz anders im Film. Denn in „Wie alles begann“ steht vornehmlich die Figur des Leonard, später Leo, im Mittelpunkt. Abwegig ist das nicht, schließlich wird er zu Beginn der Serie als derjenige etabliert, der von allen die längste Zeit im Krankenhaus verbringt und als Gründer auch zum Anführer des Clubs ernannt wird.

Darüber hinaus ist seine von Schicksalsschlägen geprägte Lebensgeschichte die mit dem größten erzählerischen Mehrwert: Krebserkrankung, Tod der Mutter, Bruch mit dem Vater, Amputation des Beines und ein dauerhafter Krankenhausaufenthalt - das allein rechtfertigt bereits einen Kinofilm. Trotzdem stecken die anderen Club-Mitglieder so hinter Leo zurück. Mehr noch: Während man über ihn tatsächlich Neues erfährt, wirken die Handlungsstränge rund um den zweiten Anführer, den Hübschen, den Schlauen, das Mädchen und den guten Geist allenfalls ergänzend, jedoch nie so ausgereift, dass „Club der roten Bänder - Wie alles begann“ auch für Zuschauer interessant wird, die mit der Serie bislang nichts anfangen können.

Für diese besitzt der Film schlicht und ergreifend keinerlei erzählerischen Mehrwert. Erst recht, weil mit Ausnahme eines Handlungsstrangs rund um Leos neuen Kumpel Ben (Jürgen Vogel) kaum eine Geschichte zu Ende erzählt wird. Kein Wunder: Das wirklich Interessante passiert zeitlich gesehen ja ohnehin erst in der Serie, also danach.

Darunter leidet auch die in der Fernsehserie eigentlich so komplexe Charakterzeichnung der Nebenfiguren. Jonas, Emma, Alex, Hugo und Toni sind zwar immer auch irgendwie dabei, dennoch erreicht der sich inszenatorisch am Stil der Vorlage orientierende Kinofilm nie die erzählerische und dadurch auch emotionale Dichte der Serie. Fans aber, die wissen, wie es mit ihren liebgewonnenen Charakteren weitergeht, wird das vermutlich nicht stören. (dpa)

„Club der roten Bänder – Wie alles begann“, Regie: Felix Binder, mit Tim Oliver Schultz, Jürgen Vogel, Luise Befort, 113 Min., FSK ab 12 Jahren, Cinemaxx Göttingen, Movietown Eichsfeld, Central-Lichtspiele Herzberg, Neue Schauburg Northeim

Auf der Reise mit einem Rentier

In den Schneebergen Lapplands wird das junge Rentier Ailo geboren. Der Film begleitet das Tier durch sein erstes Lebensjahr in einem der letzten Ökorefugien Europas. Ailo wächst zu einem Bullen heran, der irgendwann seinen eigenen Weg gehen muss. Dokumentarist Guillaume Maidatchevsky erkundet parallel dazu auch Ailos Lebensraum, die Landschaft, Pflanzen und übrige Fauna. Seine Beobachtung bleibt stets respektvoll distanziert, auch der Kommentar (gesprochen von Anke Engelke) vermenschlicht die Lebewesen nicht unnötig. (epd)

„Ailos Reise“, Regie: Guillaume Maidatchevsky, 84 Minuten, FSK: ohne Altersbeschränkung, Cinemaxx Göttingen

Buddie-Movie mit Frauen

Mel ist alleinerziehend und hart im Nehmen, Franny hingegen ist ständig verplant und leidet unter regelmäßigen Panikattacken. Mit einem Diamantendiebstahl will Mel sich und ihrer Tochter finanziell aushelfen, doch die Aktion läuft kolossal schief, und sie muss Franny als Geisel nehmen. Die treibt Mel schon bald in den Wahnsinn. Als der Polizist Harry auch noch in Mels Gefangenschaft gerät, verliebt sich Franny sofort in den attraktiven Mann. Karoline Herfurths „Buddie-Movie mit Frauen“ beweist, dass deutsche Komödien nicht spätpubertär sein müssen und auf wahrhaftige Weise gefühlvoll sein können. (epd)

„Sweethearts“, Regie: Karoline Herfurth, mit Karoline Herfurth, Hannah Herzsprung, Frederick Lau, Anneke Kim Sarnau, Frederic Linkemann, Ronald Zehrfeld, 107 Minuten, FSK: ab 12 Jahren, Cinemaxx Göttingen Central-Lichtspiele Herzberg

Vom Comic zum 3D-Movie

Zwei Jahrzehnte hat „Avatar“-Regisseur James Cameron den Manga-Stoff für „Alita: Battle Angel“ verwahrt. Doch zu viele andere Projekte hinderten ihn daran, sein Drehbuch um das Cyborg-Mädchen mit den großen Augen und der Kraft einer Killermaschine selbst umzusetzen. Nun hat Robert Rodriguez („Sin City 2“, „From Dusk Till Dawn“) die Comic-Vorlage zu einem 3D-Film gemacht. Hinter der künstlichen Stirn von Alita (Rosa Salazar) steckt ein menschliches Gehirn. Alles andere, was Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) darum zusammenbaut, ist pure Kraft und Energie. Ihre Vergangenheit als Kampfroboter ist Alita zunächst verborgen. Doch im täglichen Einsatz für Gerechtigkeit und gegen brutale Machthaber findet sie zu ihren Ursprüngen zurück. Ihre Gegenspieler setzen rasch alle Hebel und Cyborgs in Bewegung, um Alita mit aller Gewalt zu stoppen.

„Alita: Battle Angle“, Regie: Robert Rodriguez, mit Rosa Salazar, Christoph Waltz, Jennifer Connelly, Mahershala Ali, Ed Skrein, 122 Min., FSK ab 12 Jahren, Cinemaxx Göttingen, Movietown Eichsfeld

Zweite Runde für Trees Leidensgeschichte

Bald zwei Kinojahre her ist es, dass die junge Studentin Tree auf großer Leinwand ein und denselben Tag immer wieder und wieder durchleben musste. Dass der Tag zudem auch noch immer wieder mit ihrem Tod endete, herbeigeführt durch einen unheimlichen, einen maskierten Mann, hat die Sache noch zusätzlich verunschönt. Derart viele Horrorfans wollten diese Geschichte miterleben, dass der Film weltweit deutlich mehr als 100 Millionen US-Dollar einspielte. Und das bei einem geschätzten Budget von nur rund 5 Millionen Dollar. Nun geht Trees Leidensgeschichte in eine zweite Runde. Wieder sieht sich die arme Studentin in einer Zeitschleife gefangen - mit einem, allerdings nicht ganz irrelevanten Unterschied: Der Mann mit dem kugelrunden Babymaskengesicht hat es diesmal nicht nur auf Tree, sondern auch auf all die Menschen um sie herum abgesehen.

„Happy Death Day 2U“, Regie: Christopher Landon, Mit Jessica Rothe, Israel Broussard, Ruby Modine, 100 Minuten, FSK ab 12 Jahren, Cinemaxx Göttingen, Movietown Eichsfeld

Von dpa und epd

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Worpsweder „RAW-Photofestival“ bekommt einen neuen Namen und heißt ab der dritten Ausgabe im Frühjahr 2020 „Phototriennale“.

13.02.2019

Die Deutschpunker der Band Turbostaat starteten am 11. Januar ihre neue Tour – ein festliches Ereignis, das Motto sagt alles: „20 Jahre. Unvorstellbar!“ Am 23. Februar spielen die Jungs in der Musa.

12.02.2019

Junge Musiker können sich ab sofort für den Newcomer-Musikwettbewerb „local heroes“ bewerben. Der Wettbewerb richtet sich an alle jungen Bands, Duos und Solointerpreten, die aus ihrem Probenkeller herauskommen möchten.

12.02.2019