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Regional Doro dreht in Göttingen
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15:03 13.04.2015
Von Britta Bielefeld
Metall-Queen Doro Pesch: Gut gelaunt und überzeugt von den „Jungs“. Mit Tobias Langer und Nils Stratemann (rechts). Quelle: Heller
Göttingen

Doro steht seit 30 Jahren auf den Live-Bühne dieser Welt. Heute steht sie auf der Probebühne des Jungen Theaters (JT) vor der Kamera für einen Werbespot. „Ich habe noch nie Werbung gemacht“, sagt die quirlige Rockmusikerin. „Außer für Charity-Programme wie Terre des Femmes.“.Und nun das: Büromöbel.

Dichter Nebel wabert durch den Raum, der sonst als Proberaum dient. Rollcontainer mit der Aufschrift „Dyck und Stratemann“, Kabel, Kameras, Leuchten, ein kleiner Make-up-Tisch, fünf harte Göttinger Jungs, die als Statisten dienen. Im nächsten Raum ein angestaubtes Büro mit Sofa, grünem Telefon und Hirschgeweih. Mittendrin der weibliche Superstar der harten Rockmusik.

„Zuerst habe ich ja abgesagt“, erzählt Doro. Dann haben mir die Jungs ein Video geschickt. „Das war so herzergreifend, da musste ich einfach zusagen.“ Außerdem sei sie von der Idee des Spots überzeugt, und er läuft später im Kino. „Ich bin eine leidenschaftliche Kinogängerin und finde Kinowerbung cool.“ „Die Jungs“, das sind die beiden Geschäftsführer der Büromöbelfirma Dyck und Stratemann. „Wir wollten unbedingt Doro haben“, sagt Inhaber Nils Stratemann (53). Als ihm die Rockerin eine Absage erteilte, griffen die Geschäftsführer zur Gitarre und drehten eine kleine Videobotschaft für den Star. Volltreffer. „Das war so sympathisch, dass ich mir dachte, ok, mit denen will ich was machen.“

Ein Büromöbelhersteller und Heavy Metall? „Ja. Wir machen  eine neue Kampagne für die Firma. Und die heißt: Mein Büro rockt“, sagt Tobias Langer (41). Der Geschäftsführer der Göttinger Werbeagentur dluxe-Media war es, der die Idee dazu hatte. „Und mir war klar, das muss Doro machen“, sagt der Göttinger.

Und nun dreht sie tatsächlich in den Requisiten des JT. „Ich bin ja nicht zum ersten Mal hier“, sagt die Rheinländerin. Mit ihrer Band Warlock gastierte sie vor vielen Jahren in der Outpost, auch auf dem Altstadtfest war sie einst zu Gast. „Daran erinnere ich mich noch sehr gut“, sagt sie lachend. „Ein Tag ohne unseren Topmanager, allein unterwegs und meine Band war schon fast betrunken. Wir haben zehn Stunden zurück nach Düsseldorf gebraucht.“  „Aber ich bin ja die Mama der Band, auch wenn ich keine Kinder habe.“

In ein paar Tagen steht das Energiebündel wieder auf der Bühne. Pause? Urlaub? „Ich habe seit 30 Jahren keinen Urlaub gemacht.“  Sie hat auf allen großen Festivals des harten Rocks gespielt, mit vielen großen Künstlern auf der Bühne gestanden. Ozzy Osborne, Alice Cooper, Motörhead, Saxon oder Megadeth. Gene Simmons von Kiss hat ein Album von ihr produziert. Mit vielen der alten Haudegen ist sie befreundet. „Ach, jetzt habe ich mein Handy drüben liegen. Lemmy hat mir gestern noch eine SMS geschickt“, sagt Doro. Lemmy. Der legendäre Sänger von Motörhead. Im vergangenen Jahr musste er aus gesundheitlichen Gründen Konzerte absagen. Aber  „es geht ihm wieder besser“, weiß Doro. Dann geht es auch schon weiter mit dem Dreh. Haare schütteln, Lipgloss drauf, fertig ist die Metall-Queen. 50 ist sie. 50 ist das neue 40. „Ich rauche nicht mehr, trinke nicht“, sagt die zierliche Blondine. „Habe ich noch Krümel am Mund? Das wäre ja typisch“, sagt sie lachend.  „Demnächst spiele ich in Wolfsburg, kommt doch vorbei.“  Das Konzert ist längst ausverkauft, die Legende rockt.

►Die Göttinger Werbeagentur "dluxe:media GmbH" produziert Trailer und Kinospots für Doro Pesch, zu sehen sind die Videos unter: mein-buero-rockt.de

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