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Regional Duo Tal & Groethuysen in der Aula der Göttinger Universität
Nachrichten Kultur Regional Duo Tal & Groethuysen in der Aula der Göttinger Universität
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00:17 14.02.2013
Mit großer Leichtigkeit: die Pianisten Yaara Tal und Andreas Groethuysen. Quelle: Heller
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Gleich zu Beginn wagt sich das Duo an Mozarts Sonate in F-Dur, die als eine der bedeutendsten vierhändigen Klaviersonaten dieser Zeit gilt. In völligem Einklang bewegen sich die 20 Finger über die Tastatur des Flügels. Ob Rhythmus, Harmonik, oder Dynamik – alles scheint mit einer Leichtigkeit aus einem einzigen großen Fluss herauszuströmen.

Nicht weniger berühmt oder anspruchsvoll ist auch Franz Schuberts Fantasie in f-Moll, die der Komponist in seinem letzten Lebensjahr geschaffen und seiner Schülerin Caroline Esterházy gewidmet hat. Schubert sei unglücklich in seine Schülerin verliebt gewesen, erzählt Groethuysen und gibt dem Publikum die Anregung, dass die Töne C und F des berühmten Themas vielleicht Zeichen seiner unerfüllten Sehnsucht sein könnten.

Besonders reizvoll klingen ebenso die vier Choralbearbeitungen von Johannes Brahms, der sich in seinen letzten Lebensjahren noch einmal auf Bach besann. Es sei, so Groethuysen, ein sehr ernsthaftes Programm, das in starkem Kontrast zur aktuellen Faschingszeit stehe.

Ein beeindruckendes Klangspiel führten die Pianisten schließlich mit Reinhard Febels Bearbeitungen bekannter Bachchoräle auf. In virtuosen Läufen und spannenden Tonalitäten spielen sie den Choral „Wo soll ich fliehen hin?“. Erst zaghaft und schließlich immer stärker wird die ursprüngliche Choralmelodie von neu hinzugefügten Tönen verschlungen.

Zum Schluss steht Beethovens Große Fuge für Klavier zu vier Händen auf dem Programm: eine Bearbeitung des Finales seines B-Dur Streichquartetts. Vom ersten bis zum letzten Ton des Abends wird das Duo seinem Ruf als eines der bedeutendsten Klavierduos der Gegenwart gerecht und hat sich dafür großen Applaus verdient.

Von Tina Evers

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