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Regional Seven Up stehen mit Edo Zanki auf der Bühne
Nachrichten Kultur Regional Seven Up stehen mit Edo Zanki auf der Bühne
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09:27 27.11.2018
Probe mit Edo Zanki im Hause Neumeier. Quelle: Peter Heller
Göttingen

Die einen haben heiße Thai-Suppe im Teller, die anderen trinken Kaffee, ein Teller mit Kuchen wird herumgereicht. Pause bei den Proben der Göttinger Formation Seven Up mit dem Sänger, Produzenten und Komponisten Edo Zanki. Seit 12 Uhr feilen die Sänger an ihren Songs für die beiden Konzerte am 15. und 16. Dezember.

Eine schöne Anbahnung sei das zwischen ihnen gewesen, erzählt Zanki, der seit vielen Jahren erfolgreich im Musikgeschäft unterwegs ist. Vor mehr als 30 Jahren brachte er die erste deutschsprachige Soulplatte auf den Markt. Er schrieb Lieder für Ulla Meinecke, Herbert Grönemeyer und Anne Haigis, später machte er Musik unter anderem mit den Söhnen Mannheims und Xavier Naidoo.

Einsingen fürs Weihnachtskonzert

Eine Freundin von ihm sei schon des öfteren mit der Göttingerin Christiane Eiben auf Tour gewesen. Diese Freundin habe ihm im Frühjahr eine Telefonnummer in die Hand gedrückt. „Willst du die nicht kennenlernen? Die werden gefallen.“ „Ich hatte noch nie was von Seven Up gehört“, so Zanki. Aber neugierig hat die Empfehlung der Freundin ihn gemacht. „Am Telefon fanden wir symphatisch, was wir so hörten!“ Ein Kennenlerntreffen für den Sommer wurde verabredet. Und da habe er eine A-cappella-Formation erlebt, die nicht nur ambitioniert ist, „sondern richtig gut!“ und zugesagt beim Konzert im Dezember mitzumachen.

Edo Zankis herzerwärmende Stimme

Auch für einige der sechs Sänger von Seven Up enthielt die Begegnung mit Zanki Neues. „Ich kannte nur seine Hits“, erzählt Heike Neumeier. An einem „Listening-Abend“ hätten dann die beiden Edo-Zanki-Fans Christiane Eiben und Christoph Jess die anderen Band-Mitglieder auf den Geschmack gebracht. Neumeier schwärmt von Zankis „herzerwärmender Stimme“. Viele versuchen ja soulig zu singen, er könne es.

„In welchem Akkord lösen wir das auf?“ Kaffeetassen und Suppenteller sind inzwischen beiseite geschoben. Es wird wieder geprobt. „Ich muss mich hinstellen, das ist so tief.“ Neumeier braucht mehr Spannung für „Die Tänzerin“. Diesen Hit verbinden wohl die meisten mit Zanki. Zusammen mit Ulla Meinecke hat Zanki ihn produziert. Nicht nur hier in der Probe gibt es leichte Schwierigkeiten mit Text und Musik. „Das Ganze war sehr auf den Text ausgerichtet“, erzählt Zanki. „Ich wusste, das wird Probleme bringen.“ Er habe aber auch gewusst, dass es nichts bringen würde das „der Ulla“ auszureden. „Sie singt das total leise“ sagt er über ihre Interpretation.

Vielversprechend

An einer Stelle aber bleiben die Sänger immer wieder hängen. „Die fröhliche Wüste“ beginnt die Strophe, die nicht so recht gelingen will. „Das machen wir jetzt so lange bis wir die fröhliche Wüste traurig kriegen“, sagt Eiben lachend. So weit kommt es dann aber nicht, kurz danach sitzt der Song.

Leger und entspannt sitzen die Sänger im Kreis. Mit „Wir sollten den Übergang noch mal üben“ und „Wie soll ich da nicht schreien“ hangeln sie sich durch ihr Programm. Vier Songs werden Zanki und Seven Up zusammen singen, einen singt er allein. Und es klingt schon jetzt vielversprechend. So offensichtlich wie sie sich sympathisch sind, so gut passt es auch stimmlich zwischen den Göttingern und dem Soulsänger. Bis zum 15. wird noch einmal gemeinsam geprobt. „Das gönnen wir uns“ sagt Neumeier.

Info

Seit rund 20 Jahren gibt es die Weihnachtskonzerte von Seven Up. Diesmal wird, weil die Stadthalle in die Jahre renoviert wird, am Sonnabend, 15. Dezember, um 20 Uhr und Sonntag, 16. Dezember, um 15 Uhr in der Göttinger Lokhalle gefeiert. Mit dabei in diesem Jahr ist neben Edo Zanki auch die Göttinger Stadtkantorei unter der Leitung von Kantor Bernd Eberhardt. „Da werden wir nicht so alleine auf der großen Lokhallenbühne stehen“, so Gregor Jess von Seven Up.Karten gibt es in den Geschäftsstellen des Tageblattes, Weender Straße 40 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt.

Von Christiane Böhm

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