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Elfen schweben zu schweren Tönen

Großes Familienkonzert Elfen schweben zu schweren Tönen

Vorweihnachtszeit – das sind die Weihnachtsmärkte, über denen der lockende Duft von gebratenen Mandeln schwebt, das ist die Jagd nach Geschenken und natürlich die entsprechende (Familien)-Unterhaltung. In diesen Bereich fällt das getanzte Weihnachtsmärchen „Der Nussknacker“, das Peter Tschaikowski 1892 komponierte. Ein Klassiker um diese Zeit des Jahres, der am dritten Adventssonntag in der Göttinger Stadthalle als zweistündiges Familienkonzert aufgeführt wurde.

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Elfenreigen: Aufführung des „Nussknacker“.

Quelle: Heller

Christoph Huber („Stille Hunde“), der noch vor zwei Spielzeiten die Kinder- und Jugendproduktionen im Deutsche Theater leitete, eröffnete diesen Nachmittag. In Frack und Zylinder trat er vor das Göttinger Publikum und machte es sich im überdimensional großen Plüschsessel bequem. Quirlig, mit viel Lebendigkeit in der Stimme, las er den Sprösslingen und deren Familien im Publikum aus dem berühmten Märchen E.T.A. Hoffmanns „Der Nussknacker und der Mäusekönig“ vor. Hubers Vortrag glich einer szenischen Lesung: Immer wieder sprang er aus dem knallroten Sessel, bückte sich, hielt inne.

Variationen in der Stimmlage

Seine Stimme wisperte zart, wenn die junge Protagonistin Marie zu Wort kam. Dann wieder raunte Huber in tiefer, krächzender Tonlage die Rolle des Paten Drosselmeier.

So richtig zu Strahlen begannen die zahlreichen Kinderaugen jedoch erst, als einige ihrer Altersgenossen in rosa Elfenkostümen über die Bühne schwebten. Zu Tschaikowskis weltberühmten, eher schweren Melodien aus dem zweiten Akt tanzten die zerbrechlich wirkenden Mädchen der Göttinger Ballettschule „Art la Danse“. Eine kontrastreiche Mischung, die dennoch als stimmige Symbiose verzauberte.

Das Göttinger Symphonieorchester verlieh der Rahmenhandlung die passende musikalische Untermalung und rundete den frostigen, vorweihnachtlichen Adventssonntag ab. Nach zwei Stunden wussten die begeisterten Eltern, die ihren unruhig gewordenen Nachwuchs nach Hause brachten: Wenn der „Nussknacker“ gelaufen ist, ist Weihnachten nicht weit.

Von Katharina Bednarz

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