Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Gewitter

Navigation:
Energetischer Höhenflug

Kenny Garrett Energetischer Höhenflug

Zum Schluss stehen beim Auftritt von Kenny Garrett die Zuhörer, klatschen, singen und jubeln ekstatisch. Das Gastspiel des amerikanischen Saxophonisten am Freitag war mehr als ein Konzert – es hatte etwas von einem spirituellen Ritual.

Voriger Artikel
Ein Musikgenre startet voller Energie neu durch
Nächster Artikel
Nähe zu den Musikern

Auf höchstem Energielevel: Saxophonist Kenny Garrett.

Quelle: Theodoro da Silva

Kenny Garrett hat sein Quintett auf Powerplay ausgerichtet: Er und sein Pianist Vernell Brown schrauben sich in langen Improvisationen auf das höchste Energie-Level. Angefeuert werden sie vom Bassisten Corcoran Holt, Drummer Marcus Bailor und Perkussionisten Ruby Bird.

Der Alt- und Sopransaxophonist erinnert nur durch ein winziges Zitat an seine Zeit bei Miles Davis. Vielmehr ist in seinem Spiel der Geist von John Coltrane und Pharoah Sanders zu spüren. Wie bei ihnen ist seine Musik eher als Andacht zu erleben. Er unterbricht den Auftritt nicht für störende Ansagen, denn zusammen ergeben die einzelnen Stücke etwas Größeres.

Zum 35. Mal stand Göttingen im Zeichen des Jazzs: Über 200 internationale, nationale und lokale Musiker an sieben Tagen. © Theodoro da Silva

Zur Bildergalerie

Nach ihrem langen energetischen Höhenflug werden die Musiker ruhiger, doch ihre Musik bleibt aufwühlend – sie klingt plötzlich wie ein Gebet. Dann hebt die Band wieder ab. Mit mitreißenden Funk-Rhythmen löst sie die aufgebaute Spannung auf.

Garrett animiert die Zuhörer zum Klatschen und Singen – ein kollektiver Abschluss. Der Bandleader hat sein Ziel erreicht: Als die Zuhörer emphatisch jubeln, feiern sie nicht nur den Saxophonisten – sie feiern die Freude am Leben.

Von Udo Hinz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Jazzfestival im DT

Bereits zum 35. Mal stand Göttingen im Zeichen des Jazzs: Die Vielseitigkeit und Energie dieser Musik präsentierte das Göttinger Jazzfestival. Über 200 internationale, nationale und lokale Musiker in 34 Einzelveranstaltungen und Konzerten an sieben Tagen – mit den Highlights am Wochenende im Deutschen Theater. Das Programm bot nicht nur eine Reihe von erstklassigen Künstlern, sondern auch die Möglichkeit, verschiedene musikalische Ansätze im direkten Vergleich zu erleben.

mehr
NDR2-Soundcheck: Statements von der Open City Stage am Sonntag