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„Eric Fish and Friends“ präsentieren neues Album Kaskade in Göttingen

Mensa-Foyer der Uni „Eric Fish and Friends“ präsentieren neues Album Kaskade in Göttingen

Das Mensa-Foyer der Georg-August-Universität ist gut gefüllt. Knapp 170 Leute kommen in den Genuss eine angenehm frische Meeresbrise zu spüren. Manche sitzen in dem abgedunkelten Raum auf Stühlen, andere haben es sich auf dem Boden bequem gemacht. Musik erschallt.

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Gut gerüstet für einen langen Akustik-Abend: Eric Fish (Mitte) und seine musikalischen Freunde.

Quelle: Vetter

Göttingen. Eine Mischung aus Folk und Rock, die immer wieder an Seemannslieder erinnert. Kurioses geht vor sich: Metal-Fans schunkeln mit Punkern. Alle genießen einen langen Akustik-Abend mit Eric Fish and Friends. Die Musiker sind zurzeit mit ihrer Kaskade-Tour unterwegs und gastierten nun in Göttingen.

Den Abend eröffnet ein alter Bekannter der lokalen Musikszene. Der Schulz spielt ein kurzes Set. Als Punkrocker unter den Liedermachern besingt er – wie immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht – viele gesellschaftspolitische Themen. Sein Gitarrenspiel passt zwar nicht immer, aber das merkt der eingefleischte Musiker selbst. „Heute ist der Stimmteufel drin“, stellt er fest, als er mit dem Cellisten B. Deutung spielt.

Der Titel „Eric Fish and Friends“ passt an diesem Abend wahrscheinlich besser als an anderen Abenden der Tour. Das ist nicht nur der Tatsache geschuldet, dass sich alle Musiker gut kennen und gemeinsam musizieren. Der Schulz gedenkt bei seinen Auftritt eines gemeinsamen Freundes.

Er spricht immer wieder von Hagen. Der im Oktober vergangenen Jahres überraschend gestorbene Liedermacher Hagen Höpfner war nicht nur der Vorsitzende der Traumfänger – des Eric-Fish-Fanclubs – sondern auch ein sehr guter Freund von vielen an diesem Abend beteiligten Musikern.

„Auch Wildfremde lernen sich lieben auf Fish-Konzerten“

Fish, der eigentlich Erik-Uwe Hecht heißt und Frontmann der Band „Subway to Sally“ ist, tritt mit fünf weiteren Musikern auf. Unter ihnen ist auch wieder B. Deutung. Der Cellist sticht mit seinen Instrumenten aus der Gruppe der Gitarren, Lauten und dem Keyboard hervor. Er beherrscht das Cello und spielt es eindrucksvoll passend im Arrangement.

Das schmälert die Leistung der übrigen Künstler nicht im Geringsten. Dreistimmiger Gesang überzeugt in einem angenehmen harmonischen Einklang mit den übrigen Instrumenten. Allerdings entsteht kurzzeitig der Eindruck, dass die Aufmerksamkeit der Zuhörer vorübergehend abnimmt. Das ist aber bei einem dreistündigen Konzert kein Wunder.

Fish versteht es das Programm gut zu strukturieren, das Publikum bei vielen Aktionen einzubeziehen und somit an diesem Abend gut zu unterhalten. Er fordert mit den Worten „Auch Wildfremde lernen sich lieben auf Fish-Konzerten“ die Zuschauer auf, den Ozean nachzuahmen, indem sie sich unter den Armen einhaken und zusammen schunkeln.

Oder sie sollen  mitsingenen. Das Publikum nimmt das Angebot gerne an und stimmt immer wieder lauthals ein.

Charismatisch und sympathisch lenken die Musiker durch den Abend. Der erfahrene Fish stellt gegen Ende fest: „Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass bei einem Konzert hinten raus Lieder gespielt werden, die schneller sind.“ Die folgenden irischen Stücke erhalten auch den meisten Applaus des gesamten Abends.

Die Fans sind begeistert und fordern viele Zugaben.

Von Friedrich Schmidt

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