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Erstaunlicher schwedischer Bärentanz

Trio „Strömkarlen“ Erstaunlicher schwedischer Bärentanz

Einer Sage nach versetzt Wassergeist „Srömkarlen“ die Menschen in schwedischen Seelandschaften in Schrecken. Sei jemand ertrunken, so sage man dort, wurde er Opfer dieses Unberechenbaren, erzählt Stefan Johansson, Gitarrist der Band „Strömkarlen“. Dass man sich vor ihr (musikalisch) nicht in Acht nehmen muss, bewies das Trio auf eindrucksvolle Weise bei seinem Auftritt im Göttinger Apex.

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International: Richarts, Lutter und Johansson (von links).

Quelle: Mischke

Ganz im Gegenteil: Als Johansson den stimmungsvollen Abend mit jener kurzen Erzählung beschließt, ist von Aufbruchstimmung keine Rede. Zu intim ist das Trio im Umgang mit seinen Gästen. Zu wohltuend und heilsam die schwedische und irische Folklore. Die Kerzen auf den Tischen im Apex brennen noch, also spielen, singen und unterhalten der Schwede Johansson (Gitarre, Gesang), und seine Partner Christina Lutter (Violine, Flöte, Gesang) und Guido Richarts (Bassgitarre, Kontrabass) auf Schwedisch, Norwegisch und auch Deutsch.

Ihr rund zweistündiges Programm ist perfekt auf die besinnliche, doch meteorologisch frostige Adventszeit zugeschnitten. Die drei ungleichen Künstler beschreiben ihre Musik als Selbstfindungsprozess, eine „alle zehn Jahre wiederkehrende Reflexion“, bringen sie in ihren Liedern glaubhaft zum Ausdruck.

Die zierliche Thüringerin im roten Abendkleid, der studierte Kontrabassist mit dem losen Mundwerk und Johansson, der bärige Wikinger: Authentisch wirken sie allemal. Auch oder gerade weil ihre Musik von Herzen kommt und sie echte Freude am Live-Auftritt versprühen.

Daher stört es auch niemanden, wenn Richarts den Ton nicht trifft oder Lutter bei ihrer Ansage strauchelt. So oder so, die Gäste sind verzaubert. „Wollt ihr mal einen schwedischen Bärentanz sehen?“, fragt Lutter. Allein um den zu bestaunen, lohnt der Besuch beim nächsten „Strömkarlen“-Konzert.

Von Katharina Bednarz

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