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Eskimofrau mit Dänen und Belgiern

Nive Nielsen & The Deer Children Eskimofrau mit Dänen und Belgiern

Die Gaststätte im Jungen Theater (JT) Göttingen wird renoviert. Ganz fertig sind die Räume noch nicht, aber bespielbar. Ein bisschen Wohnzimmer-Atmosphäre macht sich breit an diesem Abend, allerdings eine unaufgeräumte.

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Stammt aus Grönland: Nive Nielsen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. An einer Seite drängen sich mehr als 50 Besucher, an der anderen Lautsprecher, Kabel, Instrumente – und Musiker.

Nive Nielsen & The Deer Children sind zu Gast, eine sehr internationale Band. Die Musiker kommen aus Dänemark und Belgien, die Frontfrau aus Grönland. Sie ist eine Inuit, eine toughe Eskimofrau. Kalt und unwirklich stellt sich der Mitteleuropäer ihrer Heimat vor, aber im Sommer bleibt es wenigstens rund um die Uhr hell. Viel Licht verströmen auch die Lieder Nielsens.

Sie singt mit eigentümlich zarter, aber auch ganz selbstbewusster und selbstverständlicher Stimme von allerlei Abenteuern, bisweilen auch in ihrer Muttersprache. Das klingt fremd, doch die Melodien schleichen sich ins Ohr.

Ihre Lieder klingen nach Folk, nach Country und sind doch feinster Indie-Pop. Etwas schleppend kommen sie alle daher, doch vor allem live setzen ihre Musikerkollegen wohl dosiert krachende Gitarrenriffs dagegen. Drei oder vier nur, aber die rütteln die Songs dann ordentlich durch.

Gut tut ihnen das. Und wenn der Mann am Mischpult an diesem Abend seine Regler noch ein bisschen besser im Griff gehabt hätte, wäre von den vielen Nuancen sicher auch mehr zu hören gewesen. Trotzdem ein zauberhaft-schöner Abend.

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