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Regional F. W. Bernstein erhält Ludwig-Emil-Grimm-Preis
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13:54 01.02.2018
2003 hat F.W. Bernstein den Satirepreis Göttinger Elch verliehen bekommen. Quelle: Peter Heller
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Hanau

Die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung gehe an einen „wahren Meister der komischen Kunst“, teilte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) auf der Website der Stadt Hanau mit.

Die Preisverleihung finde am 14. März in Schloss Philippsruhe statt, dem 228. Geburtstag von Ludwig Emil Grimm, dem Namensgeber des Preises. Die Laudatio auf Fritz Weigle hält Gisela Vetter-Liebenow, die Leiterin des Wilhelm-Busch-Museums in Hannover.

Das Historische Museum der Stadt Hanau widme Bernstein darüber hinaus eine sechswöchige Sonderausstellung in Schloss Philippsruhe zu dessen 80. Geburtstag am 4. März, fügte Kaminsky hinzu. Die Schau werde gemeinsam mit dem Frankfurter Caricatura-Museum vorbereitet, das mehr als 3000 Zeichnungen des Künstlers in seinem Bestand hat.

Ludwig Emil Grimm (1790-1863) war ein Bruder der berühmten Sprachwissenschaftler und Märchensammler Jacob (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859). Er war Maler und Karikaturist.

Weitere Informationen über den Preis gibt es auf der Website der Stadt Hanau.

F. W. Bernstein, 1938 in Göppingen geboren, gehört zusammen mit Robert Gernhardt, Eckhard Henscheid, F. K. Waechter, Chlodwig Poth, Bernd Eilert, Peter Knorr und Hans Traxler zur Kernmannschaft der „Neuen Frankfurter Schule“, die die Verkrustungen der Adenauer-Republik reimend und zeichnend aufs Korn nahm. Er heuerte 1962 beim ersten deutschen Satiremagazin „Pardon“ an, zeichnete ab 1964 zusammen mit Gernhardt und Waechter verantwortlich für die Nonsensseite „Welt im Spiegel“ in der „Pardon“ und kam 1979 zum „Pardon“-Nachfolger „Titanic“.

Elchpreisträger 2003

Weigle studierte Kunst in Stuttgart und Berlin. Später belegte er zusätzlich das Fach Germanistik und trat 1966 in Frankfurt in den Schuldienst ein. 1972 wurde er Kunsterzieher an der Pädagogischen Hochschule in Göttingen. Von 1984 bis zu seiner Pensionierung 1999 war Weigle Professor für Karikatur und Bildgeschichte in Deutschland an der Hochschule der Künste Berlin, wo er lebt und arbeitet. Er ist unter anderem Träger des Satirepreises „Göttinger Elch“ (2003), des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor und des Wilhelm-Busch-Preises (beide 2008). 2011 erhielt er den Deutschen Karikaturenpreis für sein Lebenswerk.

Mehr über die Göttinger Elche und die Geschichte des Satirepreises ist hier zu finden.

2012 vergab die Stadt Hanau erstmals den Ludwig-Emil-Grimm-Preis an Hans Traxler, 2015 wurde das Karikaturisten-Duo Achim Greser und Heribert Lenz geehrt. Das Preisgeld stiftet zum zweiten Mal der Lions-Club Hanau.

Bernstein und Bier

Bernstein-Cartoons sollen auch am Mittwoch, 28. Februar, eine Rolle spielen, wenn es beim Kasseler Komik Kolloquiums heißt „Polo sagt „Prost!““. Ab 19.30 Uhr stehen Cartoonlesung und Bierverkostung in der Bar der Caricatura – Galerie für Komische Kunst, Rainer-Dierichs-Platz 1 in Kassel, an. Polo habe für seine Lesung Cartoons und Texte zum Thema Bier der Crème de la Crème der Komischen Kunst im Gepäck, werben die Veranstalter: „Denn dem Bier wird bekanntlich höchste Verehrung entgegengebracht - auch und gerade in Künstlerkreisen“. An dem Abend sollen die „Meisterstücke der beteiligten Künstler“ gezeigt werden. Zu sehen seien Cartoons außer von F.W. Bernstein auch von Gerhard Glück, Katharina Greve, Michael Holtschulte, Rudi Hurzlmeier, Kittihawk, Kriki, Dorthe Landschulz, Wolf-Rüdiger Marunde, Piero Masztalerz, Til Mette, Oliver Ottitsch, Martin Perscheid, Ari Plikat, Leonard Riegel, Stephan Rürup, Michael Sowa, ©TOM, Miriam Wurster. Die Texte stammen von Uwe Becker, Katinka Buddenkotte, Fritz Eckenga, Andreas Greve, Thomas Gsella und vielen mehr. Tickets gibt es zum Preis von 12 Euro plus Gebühren beziehungsweise fünf Euro bei Ermäßigung im Vorverkauf, an der Abendkasse kosten sie 16 beziehungsweise 7 Euro. Die Karten sind online unter www.komik-kolloquium.de/karten-und-preise erhältlich.

Von epd

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