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Regional Eine Mondrakete für den Räuber Hotzenplotz
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17:08 05.02.2019
In "Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete" bricht der Räuber aus dem Kasperletheater aus und schwört in voller Größe Rache. Quelle: Christina Hinzmann / GT
Göttingen

Erst als Puppen, dann als lebensgroße Schauspieler: Kasperl und Seppel liefern sich in „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ im Jungen Theater (JT) ein Duell mit dem Räuber – das fast auf dem Mond endet.

Nico Dietrich und Christian Vilmar haben zusammen Regie geführt, um „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ als Familienstück für Kinder ab vier Jahren auf die Bühne zu bringen. Ab Sonnabend, 9. Februar, wird die Hotzenplotz-Fassung im Jungen Theater (JT) gezeigt.

Dafür bedienen sie sich an der Stückfassung von John von Düffel, die im November vergangenen Jahres am Schauspiel Düsseldorf uraufgeführt wurde. Entstanden ist das Stück im Rahmen der 34. Figurentheatertage. „Es ist keine offizielle Eröffnung der Figurentheatertage, aber die erste Veranstaltung, die darauf hinweist“, sagt Dietrich.

Kein reines Puppentheater

Anfangs sind alle noch als Puppen im Kasperletheater – das ändert sich aber schnell. Quelle: Christina Hinzmann / GT

Wer ein reines Kasperltheater mit Puppen erwartet, liegt falsch: Das JT zeigt die Figuren vorerst als Puppen, dann kämpfen sie sich als lebensgroße Schauspieler durch das hölzerne Gestell auf die Bühne. Hotzenplotz bricht fluchend und lachend durch die Öffnung des Holzgestells aus, wo er sich noch seinem Puppen-Ich mit den Worten „Ich glaube, einer von uns beiden ist hier zu viel“ entledigt.

"Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete", das Familienstück wird im Rahmen der 34. Figurentheatertage Premiere haben. Quelle: Christina Hinzmann / GT

Dann steht er plötzlich in Ledermantel und Cowboystiefeln auf der Bühne und schwört Rache für die Zeit im Spritzenhaus. Schauspieler Götz Lautenbach spielt in einer Maske mit Bart, artikuliert seine Drohungen trotzdem deutlich und genau – und furzt in Richtung Publikum.

Figuren brechen aus und werden groß

Seppel wird von Kasperl an einem Seil herausgezogen. Die Figuren brechen damit aus und werden groß: „Das ist auch wichtig für die Figur von Hotzenplotz, er ist schließlich der gefährlichste Räuber im Umkreis“, sagt Dietrich.

Im Stück gehen Kasperl und Seppel, die von Pascal Hettler und Norman Grüß gespielt werden, noch weiter und nennen ihn den gefährlichsten Räuber „im Umkreis, Landkreis und Erdkreis“. Den Erdkreis verlassen die Figuren fast: „Ich könnte ihn auf den Mond schießen“, sagt Seppel aus Wut auf den Räuber, weil dieser aus dem Spritzenhaus ausbricht, als die beiden gerade Schwammerln suchen wollten für Großmutters Pilzsuppe. Das bringt Kasperl auf eine Idee: „Auf den Mond schießen! Seppel, wir bauen eine Mondrakete!“ Aus Pappe, Kleister und Klebeband soll sie sein und den Räuber in die Irre führen. Kasperl und Seppel wollen nur so tun, um ihn in die Falle zu locken. Der geheime Plan soll für Ruhe im Ort sorgen.

Reaktion der Kinder gespannt erwartet

Voller Elan versuchen Kasperl und Seppel, dem Räuber eine Falle zu stellen. Quelle: Christina Hinzmann / GT

Das Team befindet sich derzeit noch in den Endproben und ist gespannt auf die Reaktion der Kinder. „Bei Kindertheater weiß man erst in der Vorstellung, wie das Stück bei den Kindern ankommt – ein direkteres Feedback gibt es nicht“, so Dietrich.

„An einem Punkt im Stück denken Kasperl und Seppel auch, Hotzenplotz wäre tot – das ist er aber nicht, was sie schnell am Schnarchen erkennen“, erzählt Dietrich. In dieser Szene spielt das Ensemble ein Klagelied. Für diese Lacrimosa und die anderen Lieder im Stück ist Fred Kerkmann verantwortlich: „Ein bisschen Pappe muss sich in eine Rakete verwandeln – dafür bin ich zuständig“, sagt er. Er begleite Kinder gern mit einem Intro in die Welt der Phantasie – wie dieses klingen wird, sei eine Überraschung.

Bereits 1200 Karten verkauft

„Wir haben bereits um die 1200 Karten verkauft, obwohl noch niemand etwas gesehen hat“, berichtet Dietrich. Kindergartengruppen und Einzelpersonen hätten weit im Voraus gebucht. „Erst ab dem 3. März haben wir wieder Karten für Normalsterbliche im Angebot.“

Info: „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ wird am 11. und 12. Februar, 19. März und 16. April jeweils um 10 Uhr und am 3., 10. und 17. März sowie am 6. und 28. April jeweils um 15 Uhr gespielt. Karten sind an der im Jungen Theater, Hospitalstraße 6, oder telefonisch unter 0551 495 015 zu erwerben.

Von Lea Lang

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