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Feierlaune mit „St. Pauli Tanzmusik“

„Le Fly“ im Exil Feierlaune mit „St. Pauli Tanzmusik“

Hamburg ist eine Stadt, die das Leben leicht und unkonventionell zu nehmen scheint. Ebenso klingt die Musik der beiden Bands, die am Donnerstag ihre Musik direkt vom Kiez ins Göttinger Exil bringen. „Le Fly“ und ihre Vorgruppe „Liedfett“ touren derzeit gemeinsam durch Deutschland. Ihr Programm ist bunt, wild und voller Witz und Zungenakrobatik.

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Spielen nur fröhliche Lieder: „Le Fly“ aus Hamburg.

Quelle: Theodoro da Silva

Mit ungewöhnliche Besetzung, drei Sängern, Gitarre und Cajon, begrüßt Liedfett die Gäste, die sich sogleich von den bisweilen etwas derben Texten und schmissigen Rhythmen animieren lassen. Gegen 22.30 Uhr betreten schließlich die sechs Bandmitglieder von Le Fly die Bühne.
Den Stil der Band zu benennen fällt schwer. Rockmusik mit rasantem Rap gepaart und witzigen das Leben bejahenden Texten – die Hamburger Jungs nennen diesen ganz persönlichen Stil „St. Pauli Tanzmusik“. Dem kann man nur zustimmen, wenn man sieht, wie Publikum und die Band selbst auf kleinstem Raum herumspringen und tanzen. Vom ersten bis zum letzten Ton versetzt Le Fly das Publikum im Exil in ausgelassene Feierlaune.

„Wir spielen nur fröhliche Lieder“ sagt Rapper „Schmiddlfinga“, die Botschaft ist klar: Genieße das verrückte Leben und hab Spaß. Nachdenkliche Texte findet man an diesem Abend bei Le Fly nicht. Natürlich dürfen auch eine Hymne mit ausgedehntem „Schalalala“ auf den FC St. Pauli, sowie ein Auftritt des „Affenmanns“, einem Mann im Gorillakostüm, der zur Kultfigur der Band geworden ist, nicht fehlen. Nicht zuletzt zeigen die Musiker, dass sie nicht nur ihren typischen Sound, sondern auch andere Genres meistern können. Auf Zurufe des Publikums spielt Le Fly einen Song in einer Walzer-, Metal-, Techno- und Reggae-Version.

Im Anschluss an ihr Konzert zeigten sich die fröhlichen Jungs nicht gerade von ihrer besten Seite: sie zerlegten ihre Zimmer im Hostel 37.

Von Tina Evers

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