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Diese Filme starten am Donnerstag im Kino

Göttingen Diese Filme starten am Donnerstag im Kino

Die Spinne kehrt zurück auf die Göttinger Leinwände: Spider-Man ist wieder da. Doch er ist nicht alleine - was sonst noch in den Kinos der Region startet, verraten wir Ihnen unter gturl.de/kino.

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Guckt aus der Röhre: Spider Man mit Rucksack unterwegs als Anhalter – wie junge Leute eben so sind.

Quelle: Sony

Spider-Man: Homecoming

FSK 12, Cinemaxx Göttingen, Feilenfabrik Duderstadt, Schiller Lichtspiele Hann. Münden

Spider-Man ist der einzige Superheld, der über ein Mindeshaltbarkeitsdatum verfügt. Mit regelmäßigem Workout und ein paar Botox-Spritzen können Kollegen wie Robert Downey Jr., Chris Hemsworth und Chris Evans noch die nächsten zehn Jahre in den „Iron-Man“-Anzug steigen, den „Thor“-Hammer schwingen oder das „Captain America“-Schild hochhalten. Aber Spider-Man ist per Definition ein jugendlicher Held, den man sich als Mann in den besten Jahren nicht recht vorstellen kann.
Die körperlichen Verwandlungen, die Peter Parker nach dem Spinnenbiss durchlebt, sind seit jeher eine Metapher für den unwillkürlichen Hormonterror der Pubertät und die Abenteuer des Helden auch immer Teil eines Reifungsprozesses hin zum Erwachsenwerden. Kein Wunder, dass das Franchise in fünfzehn Jahren nun schon das dritte Reboot über sich ergehen lassen muss. Dreimal schwang sich Tobey Maguire unter der Regie von Sam Raimi durch die Hochhausschluchten New Yorks. Mit „Amazing Spiderman“ brachte es Nachfolger Andrew Garfield nur noch auf zwei Folgen und wird nun von dem bisher jüngsten Spider-Man-Darsteller Tom Holland abgelöst.
Die Jugendlichkeit des Schauspielers ist der Schlüssel für die Frische dieses dritten Neuanfangs. Denn eigentlich ist dieser „Spider-Man“ noch ein „Spider-Boy“ mit all den Problemen, die ein 15-jähriger Highschool-Schüler hat – von der Ausbildung zum Superhelden ganz zu schweigen. Seinen ersten Auftritt hatte das agile Kerlchen bereits in „Captain America: Civil War“, woran zu Beginn von Jon Watts „Spider-Man: Homecoming“ ein Smartphonevideo erinnert, das der aufgeregte Junior-Superheld selbst gedreht hat. Seitdem fristet Peter Parker wieder sein ordinäres Highschool-Dasein und wartet vergeblich auf einen neuen Einsatzbefehl der Avengers.
Tony Stark alias Iron Man (Robert Downey Jr.) empfiehlt dem Spinnenjungen, sich erst mal auf lokaler Ebene zu bewähren. Peter kann es kaum erwarten, nach der Schule seinen Spider-Man-Anzug überzuziehen, um an seinen heroischen Fähigkeiten zu arbeiten. In vollem Ornat hilft er alten Damen über die Straße, konfisziert das Bike eines Fahrrad-Rowdys und trainiert mit hoher Absturzquote seine Schwungtechniken am klebrigen Spinnenfaden. In schönster jugendlicher Hibbeligkeit turnt dieser Superhelden-Azubi durch die Straßen von Queens, bis er endlich ein richtiges Verbrechen entdeckt. Aber der Einsatz endet im Desaster.
Auf eigene Faust nimmt Peter Parker die Spur zu dem Waffenhändler Vulture (Michael Keaton) auf, der den Schwarzmarkt mit außerirdischer Technik versorgt. Es ist eine willkommene Abwechslung, im Kosmos der Comicverfilmungen einem blutjungen Superhelden zu folgen, der von seinen übernatürlichen Fähigkeiten eigentlich vollkommen überfordert ist. Dem gegenüber steht die Unverfrorenheit und Lebensenergie der Jugend, die bisher kein Spider-Man-Darsteller derart glaubwürdig rübergebracht hat wie Tom Holland. Sein Peter Parker ist ein Teenager durch und durch, der mit juveliner Ungeduld und Selbstüberschätzung sein Heldendasein in die Hand nimmt, immer wieder auf die Nase fällt, sich aufrappelt und neben der Verbrechensbekämpfung seinen ganz normalen Highschool-Alltag auf die Reihe bekommen muss.
 „Aber wir haben doch einen Spanisch-Test“, sagt sein Kumpel Ned (Jacob Batalon), als Peter blaumachen will, um die Welt zu retten. Das heroische Understatement spiegelt sich auch im ästhetischen Konzept des Filmes wieder, das ganz der urbanen Wirklichkeit von Queens verbunden ist, die Hochhausschluchten Manhattans meidet und die Computereffekte nahtlos ins realistische Setting einarbeitet.
Selbst der Bösewicht gehorcht diesen Vorgaben. Ohne Allüren spielt Michael Keaton diesen von der Regierung enttäuschten Vorarbeiter, der, statt Trump zu wählen, in den Waffenhandel einsteigt, aber im Gegensatz zu seinen Schurkenkollegen nicht nach Weltherrschaft strebt, sondern nur seiner Familie ein Leben in Wohlstand bieten will.
Regisseur Jon Watts verankert den Spinnenjungen fest im Hier und Jetzt und setzt gleichzeitig in den Actionszenen auf die pure kinetische Energie seines Helden, der mit jugendlicher Leichtigkeit über das Gitter des Schulhofes hopst und sich hinaus in die Welt schwingt.

Von Martin Schwickert

Nachgefragt... bei Tom Holland

Täuscht es, oder ist „Homecoming“ im Vergleich zu anderen Superhelden-Filmen deutlich humorvoller angelegt?
Der Film fühlt sich eher wie eine Komödie an. Mein Spider-Man ist ein Kind im Superhelden-Anzug, das viel mehr Spaß an seinem neuen Dasein hat als die abgebrühten Kollegen. Wenn jemand auf ihn schießt, lacht er. Egal wie ernst Situation ist, ihm fällt immer noch ein Witz ein.
Ist Ihr Peter Parker der Spider-Man der Social-Media-Generation?
Wie in der Comicvorlage ist Peter Parker im Film ein Fotograf. Viele Leute fragen, warum er im Gegensatz zu seinen Vorgängern keinen Fotoapparat um den Hals hängen hat. Der Grund ist einfach: Wie alle Menschen seiner Generation fotografiert Peter Parker mit seinem Smartphone. Am Anfang des Filmes sieht man ihn, wie er ein Selfie-Video dreht. Das iseine Hommage an den Fotografen Peter Parker und macht zugleich deutlich, dass die Figur im neuen Jahrtausend angekommen ist.
Waren Sie als Kind schon Spider-Man-Fan?
Ich habe den ersten Spider-Man-Film damals im Kino gesehen und mir danach auch alle anderen angeschaut. Spider-Man war mein Lieblingsheld. Mein kleiner Bruder schläft in Spider-Man-Bettwäsche, die einmal mir gehört hat.  
Interview: Martin Schwickert

Wilde Maus

FSK 12, Freibad am Brauweg (nur 14. Juli, 22 Uhr)

Georg (Josef Hader), etablierter Musikkritiker im Feuilleton einer Wiener Zeitung, verlangt eine Sonderbehandlung. Schließlich ist er ein Ass auf seinem Gebiet! Doch auch Asse sind nicht unantastbar: Das lernt Georg, als ihm von seinem Chef (Jörg Hartmann) wegen Sparmaßnahmen gekündigt wird. Seiner Frau Johanna (Pia Hierzegger) erzählt der gefeuerte Redakteur nichts vom Rauswurf, aber sie ist ohnehin nur damit beschäftigt, den nächsten Eisprung abzuwarten und ihren Kinderwunsch in die Tat umzusetzen. Georg sinnt indes auf Rache an seinem Ex-Chef und findet im ehemaligen Mitschüler Erich (Georg Friedrich) einen Komplizen. Die nächtlichen Rachefeldzüge fangen mit kleinen Sachbeschädigungen an, steigern sich schnell zum ausgewachsenen Terror und gefährden bald Georgs sorgsam aufgebaute bürgerliche Existenz…

Es war einmal in Deutschland...

FSK 12, Freibad am Brauweg (nur 15. Juli, 22 Uhr)

Im Nachkriegsdeutschland 1946 schlagen sich der Jude David Bermann (Moritz Bleibtreu) und seine Freunde, die der Verfolgung durch die Nazis nur knapp entkommen sind, als wahre Überlebenskünstler durch. Mit Witz, Tricks und Dreistigkeit umgarnen sie an den Haustüren der Stadt Frankfurt am Main die dort lebenden Damen und verkaufen allerlei Kram wie Bettwäsche und Handtücher, um damit so schnell es geht die Ausreise in die USA oder nach Palästina finanzieren zu können. Doch die amerikanische Offizierin Sara Simon (Antje Traue) ist ihnen auf den Fersen. Sie ist klug und schön, aber dafür bohrt sie unerbittlich besonders in Davids Vergangenheit herum: Warum nur besitzt er zwei Pässe? Und wie kann es sein, dass er nach einem Besuch auf dem Obersalzberg mit Hitler in Kontakt stand? Basiert auf den Roman "Die Teilacher" von Michel Bergmann.

A United Kingdom

FSK 6, Lumière Göttingen

Ende der 1940er Jahre erhält das afrikanische Land Botswana plötzlich international große Aufmerksamkeit: Der Prinz des Staates, Seretse Khama (David Oyelowo), verliebt sich auf einer Englandreise in die Londoner Büroangestellte Ruth Williams (Rosamund Pike). Aus einer anfänglichen Romanze entwickeln sich schnell Heiratspläne, was in der jeweiligen Heimat der beiden Liebenden für einen Aufschrei in der Bevölkerung sorgt. Seretse und Ruth stellen sich gegen den Willen ihrer Familien, des britischen Empire und der Obrigkeit Botswanas und beginnen ihren Kampf für Unabhängigkeit in Zeiten der Apartheid, um schließlich aus dem gesellschaftlich auferlegten Exil in ihr Königreich zurückkehren zu können. Das Drama basiert auf wahren Begebenheiten: Als Botswana 1966 seine Unabhängigkeit erlangte, übernahm Seretse Khama das Amt des ersten Staatspräsidenten.

Begabt - Die Gleichung eines Lebens

FSK 6, Cinemaxx Göttingen

„Niemand mag Klugscheißer“, sagt Mary. Dummerweise ist sie einer. Zahlen sind ihr Ding. Sie weiß im Handumdrehen was 57 mal 135 ist, sie ist schließlich die Tochter einer brillanten Mathematikerin. Nach deren Selbstmord übernahm Onkel Frank (Chris Evans) aus dem Trailerpark die Fürsorge.
Hochbegabte Kinder eilen den anderen voraus, hinken sozial hinterher, werden verwirrte Existenzen in der verwirrenden Zeit des Heranwachsens. Das ist Frank klar, davor will er die Siebenjährige in „Begabt – Die Gleichung eines Lebens“ bewahren. Er rechnet nicht mit Oma Evelyn (Lindsay Duncan). Die kracht ins Idyll, fährt in Franks Parade, um das „volle Potenzial der Enkelin“ auszuschöpfen. Und: Sorgerechtskampf.
Marc Webb, Regisseur der „Spider-Man“-Filme mit Andrew Garfield, inszeniert leicht, anrührend. Dass er sich auf Gefühle versteht, hat er in „(500) Days of Summer“ bewiesen. Mckenna Grace ist sensationell als Mary. Und – wow! – Chris „Captain America“ Evans kann so zärtlich sein. Eine ausführliche Kritik finden Sie hier.

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

FSK 6, Cinemaxx Göttingen

Die etwas verplante Kati (Jessica Schwarz) und ihr Ehemann, der Arzt Felix (Felix Klare), sind seit fünf Jahren gemeinsam glücklich. Doch irgendwann nagt der Alltagsstress an ihrer Beziehung und als Kati den unglaublich gutaussehenden, charmanten Künstler Mathias (Christoph Letkowski) kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Aber soll sie für Mathias wirklich ihre Zukunft mit Felix aufs Spiel setzen? Während Kati noch über diese Frage nachgrübelt, passiert das Unglaubliche: Das Schicksal gewährt ihr eine zweite Chance und dreht die Zeit zurück. Kati erwacht eines Morgens in der Vergangenheit, genau einen Tag bevor sie Felix kennenlernen wird. Die Frage ist: Geht sie einen anderen Weg als bisher oder sind Felix und sie doch füreinander bestimmt – und kommen auch diesmal wieder zusammen?

Smite Viewing Party

Cinemaxx Göttingen (nur 15. Juli, ab 18 Uhr)

Am 15. Juli überträgt das Cinemaxx Göttingen die SMITE Summer Finals aus dem spanischen Valencia, ein E-Sport-Event rund um das mystische Videospiel "Smite".

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Von Redakteur Axel Wagner

NDR2-Soundcheck: Statements von der Open City Stage am Sonntag