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Regional Feinstes Fingerpicking
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00:16 22.10.2016
Hat Blues, Country, Rock, Funk und Jazz drauf: Gitarrist Preston Reed. Quelle: Linnhoff
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Göttingen

Die ersten eigenen Stücke orientierten sich am Stil von Leo Kottke und John Fahey. Seine musikalischen Wurzeln liegen im Blues, Country, Rock, Funk und Jazz. Auf seiner Deutschlandtour präsentiert er nun sein aktuelles Album “In Here Out There”.

Beeindruckende Möglichkeiten

Ganz entspannt betritt Reed die Bühne, schnallt sich eine seiner beiden akustischen Gitarren um und legt gleich mal mit rasanten perkussiven Läufen zu „Rainmaker“ Zeugnis über seine beeindruckenden technischen Möglichkeiten ab. Im Laufe des Abends ist immer wieder zu beobachten, dass er die Saiten oft direkt am Gitarrenhals bespielt.

Charakteristisch für sein Spiel sind die perkussiven Effekte, die er beidhändig auf dem ganzen Gitarrenkörper erzeugt. Reed kombiniert diese Rhythmen mehrstimmig und benutzt dabei Slapping und Tapping Techniken. Dazu setzt er beide Hände gleichzeitig ein und spielt mit der rechten Hand die Akkorde. Er zupft sein Instrument, hämmert mit seinen Fingern rhythmisch auf den Gitarrenhals, spielt gleichzeitig eine Melodie und unterlegt sie mit unterschiedlichen Akkorden.

Viele seiner Stücke hätten mit Bewegung und Reisen zu tun, erzählt Reed. Er liebe alle Stilarten der Musik bis hin zu japanischen Einflüssen. Diese reichhaltigen Inspirationen fließen in seine Kompositionen ein. „Running“ ist ein „Bewegungsstück“, während „Waltz oft the snails“ als ruhige, sehr besinnliche Ballade daher kommt.

Metal auf der Akustikgitarre

1995 hat Reed ein Heavy Metal inspiriertes Album gemacht. Er habe die Energie, die von dieser Musik ausgeht, auf die akustische Gitarre übertragen wollen, erläutert Reed, bevor er dies mit dem Titelstück „Metal“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Seine erste Berührung mit Musik fand er im Blues. „Night Ride“ beginnt mit einer ruhigen dunklen Basslinie, bevor das Stück mit rhythmischen Anschlägen immer mehr an Fahrt aufnimmt.
Reeds Spiel vermittelt neben seiner perfekten Technik eine verblüffende Leichtigkeit. Seine großen Hände entlocken den Saiten immer wieder sehr einfühlsame Momente von fast besinnlicher Schönheit wie in „Crossing Open Water“ oder raumgreifend gleitende Bottleneck-Klänge wie in „Delayed Train“.

Sein Auftritt ist ein Fest für alle Freunde der akustischen Gitarrenmusik und an Kreativität kaum zu überbieten. Das Publikum dankt es ihm mit langanhaltendem Applaus.

Von Jörg Linnhoff

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