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Flugzeug, Regenwald und 2400 Isolate

Ausstellung „Dinge des Wissens“ Flugzeug, Regenwald und 2400 Isolate

Wattestopfen, Wachspapier, Gummiband – damit sind viele der Reagenzgläser mit Algen in Reinkultur leicht luftdurchlässig verschlossen. Die Sammlung der Algenkulturen der Universität ist zur Nacht des Wissens erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. 2400 Isolate werden in drei Kulturräumen gehegt und gepflegt, um die Algenarten als Modellorganismen für wissenschaftliche Untersuchungen in aller Welt zur Verfügung stellen zu können, erklärt Kustodin Dr. Maike Lorenz den Besuchern.

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Quelle: Vetter

Zu denen gehört Martin Hollmann aus Heiligenstadt. Bei der Ausstellung „Dinge des Wissens“ hat der Installateur  von der Sammlung erfahren. „Toll, dass ich sie nun sehen kann. Ich finde dieses Angebot überhaupt großartig, ob bei Tag oder Nacht“. Im alten botanischen Garten muss Kustos Dr. Michael Schwerdtfeger für Ordnung sorgen. Viel mehr Besucher als angemeldet scharen sich um ihn.

Er verteilt Taschenlampen und geht mehrmals mit Gruppen von 40 statt der angesagten 20 Personen durch drei Gewächshäuser. Im Victoriahaus darf an nächtlichen Blüten geschnuppert werden, im Regenwaldhaus erklärt Schwerdtfeger den Aufbau des tropischen Ökosystems. Die sechsjährige Marie hat aufgepasst. Sie sucht in einer großen Bromelie nach Tieren. Im Regenwald sind die Pflanzen Heimat von Fröschen, Flöhen oder Krebsen.

Zum 275. Geburtstag hat die Georg-August-Universität die erste Göttinger Nacht des Wissens veranstaltet. Mehr als 15000 Menschenkamen, um aus 216 Angeboten zu wählen. © Theodoro da Silva

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In der Ethnologischen Sammlung am Theaterplatz erklärt Jens Matuschek die Herstellung von Schmuck und Gebrauchsgegenständen der nordamerikanischen Indianer. Im Licht von Taschenlampen werden die rumgereichten Exponate bestaunt, betastet Fell, Perlen oder Stacheltier-Stacheln. „Das Interesse ist groß. Wir haben statt der geplanten 20 Personen bei jeder Führung 40 zugelassen und trotzdem konnten nicht alle mitgehen“, erzählt vor Beginn der 22 Uhr-Führung Museumspädagogin Isabel Pagalies.

Etwa 2000 Besucher sind zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der Bunsenstraße im Lauf des Abends gekommen. Erstmals konnte die Vakuumkammer, die Weltraumbedingungen simuliert, besichtigt werden. Im Passagierraum des Versuchsflugzeugs Do728 informierten sich die Besucher über deren Einsatz zur Untersuchung der Kabinenluft in Flugzeugen.

Zum 275. Geburtstag hat die Georg-August-Universität die erste Göttinger Nacht des Wissens veranstaltet. Mehr als 15000 Menschenkamen, um aus 216 Angeboten zu wählen.

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„Wir dachten es kommen fünf Leute, da haben wir uns wohl vertan“. Prof. Wolfgang Viöl von der Hochschule für  angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) schaut in einen rappelvollen Hörsaal, sogar die Treppen sind belegt. „Laserschwert und Plasma­blitz“ sind sein Thema. Viele Kinder wollen wissen, ob so ein Laserschwert wirklich funktioniert. Lichtstrahl bündeln, begrenzen alles möglich, sagt Viöl. Aber kämpfen? Nein. Licht gegen Licht, „da prallt nichts ab.“   

In der Nikolaikirche erklingt schon die Sauer-Orgel. Ingolf Helm spielt für etwa 60 Gäste Werke von Bach, Reger und Piutti. Draußen diskutiert währenddessen eine Gruppe junger Leute über den vorangegangenen Vortrag „Glauben und Wissen“ von Prof. Volker Gerhardt, Berlin. Er sagte: „Der Glaube erreicht, was das Wissen nicht erreichen kann.“

Von Christiane Böhm und Angela Brünjes

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Mehr als 15    000 Besucher

Zu ihrem 275. Geburtstag in diesem Jahr hat die Georg-August-Universität allen an Wissenschaft interessierten Menschen die erste Göttinger Nacht des Wissens geschenkt. Am Sonnabend kamen mehr als 15      000 Menschen, um von 17 bis 24 Uhr aus den 216 Angeboten zu wählen: Physik-Show, griechische Skulpturen, Regenwald-Pflanzen, Laserschwert, Flugzeug oder begehbares Herz.

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